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OECD-Studie

27.11.2019

Deutschland Schlusslicht bei Rentenlücke zwischen Frauen und Männern

In Deutschland ist die Rente bei Frauen über 65 heute im Schnitt um 46 Prozent niedriger als bei Männern.
Bild: Silas Stein, dpa (Symbol)

Hierzulande ist die Rente bei Frauen über 65 heute im Schnitt um 46 Prozent niedriger als bei Männern Damit belegt Deutschland den letzten Platz im internationalen Vergleich.

Im internationalen Vergleich ist der Abstand zwischen Frauen und Männern bei der Rente in Deutschland besonders groß. Bei den Staaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bildet Deutschland bei dieser Rentenlücke weiter das Schlusslicht, wie die in Berlin präsentierte neue OECD-Studie "Renten auf einen Blick 2019" zeigt.

Rente bei Frauen um 46 Prozent niedriger als bei Männern

In Deutschland ist die Rente bei Frauen über 65 heute im Schnitt um 46 Prozent niedriger als bei Männern. In den Niederlanden sind es 42, in Österreich 39, in Frankreich 33 und im OECD-Schnitt 25 Prozent. Am geringsten ist diese Lücke mit 2 Prozent in Estland.

Sorgen macht sich die OECD über die Absicherung vieler Selbstständiger mit geringem Einkommen in Deutschland - insbesondere von Menschen, die über Internetplattformen beschäftigt sind. Die Absicherung über die gesetzliche Rente für Selbstständige sei in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten besonders niedrig, sagte die Leiterin der Sozialpolitik-Abteilung der OECD, Monika Queisser. Wenn jemand aber in der aktiven Zeit ein hohes Armutsrisiko durch sogenannte atypische Beschäftigung habe, werde sich dies im Alter wahrscheinlich verstärken. (dpa)

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