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Öffentlicher Nahverkehr

19.04.2019

EU-Vorgaben für saubere Busse könnte Ticket-Preis in die Höhe treiben

In Mannheim wird der Elektro-Stadtbus namens Citaro produziert. Und Ulm gehört zu den ersten Teststädten.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Mit neuen Vorgaben für Busse im öffentlichen Nahverkehr will die EU für bessere Luft in den Städten sorgen. Doch das Klimaziel könnte für ÖPNV-Nutzer teuer werden.

Busse sollen sauberer werden. So will es die EU. Doch es gibt auch einen Haken. Der Deutsche Städtetag warnt vor steigenden Preisen im Nahverkehr wegen neuer EU-Vorgaben zur Anschaffung sauberer Busse. "Es ist zu befürchten, dass das ÖPNV-Angebot durch die Richtlinie langfristig teurer wird oder sogar reduziert werden muss", sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der Deutschen Presse-Agentur.

EU-Plan: 45 Prozent E-Busse bis 2025

Es geht um eine EU-Richtlinie, die das Europaparlament am Donnerstag beschlossen hatte. Kommunen sollen mehr Busse mit geringen Emissionen kaufen, um saubere Luft in Städten und den Klimaschutz voranzubringen. In Deutschland müssen demnach bis 2025 mindestens 45 Prozent sein, ab 2026 sogar 65 Prozent. Gemeint sind zum Beispiel Elektro- oder Biogasbusse.

Städtetag: "Steigende Preise wären das falsche Signal"

Die Städte seien für den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge, sagte Dedy. Doch gebe es derzeit nur wenige marktreife Modelle für emissionsfreie Busse, die noch dazu teurer seien. Würden die Ticketpreise in die Höhe getrieben, wäre dies das falsche Signal, meinte der Verbandsvertreter: "Denn für eine Verkehrswende muss gerade jetzt und in den kommenden Jahren der ÖPNV ausgebaut und noch attraktiver werden, um den Umstieg von Menschen auf Busse und Bahnen zu erleichtern."  (dpa)

Lesen Sie auch: Neue Klima-Richtlinie der EU bremst Augsburger Busse aus

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