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Fernbusse
02.06.2015

Reisen: Fahren bald mehr Fernbusse ins Ausland?

Der deutsche Marktführer Mein Fernbus/Flixbus will mehr Verbindungen ins europäische Ausland anbieten. Damit macht er der Marke Eurolines Konkurrenz.
Foto: Matthias Hiekel (dpa)

Selbst in kleinen deutschen Städten und an Nord- und Ostsee halten inzwischen Fernbusse. Nun bekommen die Fahrgäste mehr Verbindungen ins Ausland. Ein Land steht besonders im Fokus.

Nach der Fusion zum größten deutschen Fernbus-Anbieter beschleunigt MeinFernbus/Flixbus die Expansion nach Europa. Das gemeinsame Netz mit gut 200 Linien soll in diesem Jahr um 60 bis 70 internationale Linien wachsen, der grenzüberschreitende Umsatz werde vervier- oder verfünffacht, kündigte Geschäftsführer André Schwämmlein am Dienstag in Berlin an.

Neuer Fahrplan mit Zielen in Mittel- und Nordeuropa

Auf den Fahrplan kommen in den nächsten Wochen Ziele in Schweden, Dänemark, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Italien. Erstmals gibt es auch rein ausländische Verbindungen, zunächst zwischen Amsterdam, Brüssel und Paris. "Der deutsche Markt ist noch lange nicht fertig", sagte Schwämmlein und kündigte weitere Verbindungen in Mittelstädte und Urlaubsgebiete an. Aber: "Wir haben einfach Bock auf Europa." 

Der deutsche Marktführer hat besonders Frankreich im Blick, wo es Pläne gibt, den Markt für nationale Fernbus-Verbindungen freizugeben -  wie es Deutschland Anfang 2013 gemacht hat. Schwämmlein erwartet in Frankreich einen ähnlichen Konkurrenzkampf. Mit grenzüberschreitenden Verbindungen nach Paris und demnächst auch nach Lyon, Marseille und an die Côte d'Azur will sich das Unternehmen rechtzeitig einen Namen machen. Es firmiert im Ausland nur unter der Marke Flixbus.

Mein Fernbus/Flixbus will Eurolines Konkurrenz machen

Auch andere deutsche Bus-Unternehmen fahren ins Ausland, darunter die Deutsche Touring mit ihrer Marke Eurolines. Mit MeinFernbus/Flixbus kommt nun ein ehrgeiziger Konkurrent. "Wenn wir das machen, dann machen wir es, um Marktführer zu werden", sagte Schwämmlein.

In Deutschland bietet das Unternehmen etwa drei Viertel der Fernbusfahrten an. Finanziert wird das Wachstum unter anderem durch den Einstieg den Investors General Atlantic zu Jahresbeginn. Schwämmlein wollte sich nicht dazu äußern, ob MeinFernbus/Flixbus schon schwarze Zahlen schreibt. Nach früheren Angaben hat MeinFernbus im vergangenen Jahr die Gewinnzone erreicht, Flixbus hatte dies für dieses Jahr angepeilt. dpa

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