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Gewerkschaften
18.03.2021

IG Metall will 35-Stundenwoche in Ostdeutschland

Fahnen der IG Metall bei einer Kundgebung.
Foto: Axel Heimken, dpa

Exklusiv Birgit Dietze mahnt: „Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung muss diese Ungerechtigkeit verschwinden.“

Im Tarifkonflikt in der Metallindustrie erhöht die Gewerkschaft IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber, auch in Ostdeutschland die 35-Stundenwoche einzuführen. „Wenn sich die Arbeitgeber weiter verweigern, dann ändern wir die Strategie. Wir gehen dann in den Häuserkampf und fechten das Betrieb für Betrieb durch“, sagte die IG-Metall-Chefin von Berlin und Brandenburg, Birgit Dietze, unserer Redaktion.

IG Metall fordert: Gleiche Arbeitszeiten in Ost und West

Gleiche Arbeitszeiten in Ost- und Westdeutschland sind eine Kernforderung der Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde der Metallbranche. Bislang arbeiten die Beschäftigten in den neuen Bundesländern mit 38 Stunden pro Woche drei Stunden mehr als ihre Kollegen im Westen. Auf das Jahr gerechnet summiert sich dies auf einen Monat unbezahlte Mehrarbeit. „Drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung muss diese Ungerechtigkeit verschwinden“, verlangte Dietze. Die Produktivität in der Industrie sei heute im Osten nicht mehr geringer als im Westen Deutschlands.

Die Arbeitgeber sind bislang nicht bereit, auf die Forderung nach gleichen Arbeitszeiten einzugehen. Die IG Metall verlangt von ihnen keine Angleichung auf einen Schlag, sondern ein stufenweise Annäherung an die 35-Stundenwoche über einige Jahre.

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