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Nach Dauerregen am Bodensee

25.06.2009

Kirsch- und Erdbeerernte im Eimer

Kirschen im Test: Aus Spanien und Frankreich meiden
Bild: DPA

Schlechte Nachrichten für Naschkatzen. Die Kirsch- und Erdbeerernte am Bodensee hat durch den Dauerregen der vergangenen Tage schweren Schaden genommen.

Lindau (AZ). Der heftige Dauerregen der vergangenen Tage hat der Kirschen- und Erdbeerernte in Südbayern großen Schaden zugefügt.

"Rund 80 Prozent der Freiland-Kirschen im Bodenseegebiet sind kaputt", sagte der Vorsitzende der bayerischen Erwerbsobstbauern, Helmut Jäger, am Donnerstag der Deutschen Presse- Agentur dpa. Die Kirschen seien geplatzt und begännen jetzt zu faulen. Die Früchte seien nicht einmal als "Schnaps-Kirschen" zu verwenden, da durch das Platzen der Fruchtzucker verloren gegangen sei. Auch bei den Erdbeeren gebe es große Ausfälle. Die betroffenen Landwirte müssten große Einkommensverluste in Kauf nehmen.

Die Kirschen-Pflanzer in Franken seien mit einem "blauen Auge" davon gekommen, sagte Jäger. In Nordbayern habe es nicht so stark und lange geregnet wie im Süden. Im Grünland verzögere sich jetzt die Mahd. Das Gras werde alt und verliere Futterwert. "Junges Gras hat viel Eiweiß als Nährstoff, altes Gras verliert an Futterwert", erläuterte Jäger die Auswirkungen des Regenwetters auf das Futtergras. In den einigen Ackerkulturen bei Mais, Getreide und Kartoffeln sei es zur Abschwemmung von wertvollem Boden gekommen.

An den Obstbäumen seien noch keine Schäden aufgetreten. In einigen Maiskulturen waren durch Hagelunwetter die Stängel abgebrochen. Wegen des frühen Zeitpunkts dieser Schäden konnten die Bayern beim Mais noch nachsäen. Wenn sich jetzt aber schönes Sommerwetter einstelle, dann seien die Schäden für die Landwirtschaft insgesamt nicht so gravierend, sagte Jäger. Den Kirschen- und Erbeerpflanzern in Süddeutschland werde das aber nicht mehr helfen.

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