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Wie schön wäre es, wenn Facebook und Co. dauerhaft verschwinden würden?

Kommentar Von Florian Eisele
05.10.2021

Sieben Stunden waren Facebook, WhatsApp und Instagram offline. Es waren sieben Stunden ohne Social-Media-Hassmaschinen. Warum eigentlich nicht für immer?

Das vorab: Ja, viele Menschen und Unternehmer haben unter dem siebenstündigen Ausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram gelitten, weil ihnen finanzielle Einbußen entstanden sind. Einbußen, die es deshalb gibt, weil ihr Geschäftsmodell massiv von der Datenkrake Facebook abhängig ist. Sie alle dürften aufgeatmet haben, als die Dienste wieder verfügbar waren. Hoffentlich haben einige der Unternehmerinnen und Unternehmer aber den Entschluss gefasst, sich künftig weniger abhängig von einem Konzern zu machen, der es offenbar nicht nur mit Fake News, organisiertem Hass und Datenschutz, sondern auch mit seiner eigenen IT-Umgebung nicht so genau nimmt.

So mancher hat die digitale Stille aber genossen: Sieben Stunden lang waren die Social-Media-Kanäle von Facebook und Instagram offline. Das bedeutet: Sieben Stunden ohne die nur halbherzig sanktionierte Verbreitung von Hass und Fake News bei Facebook. Sieben Stunden ohne die toxische Atmosphäre bei Instagram, die vor allem bei Jugendlichen Belastungsstörungen bis hin zu Depressionen erzeugen kann.

Facebook-Whistleblowerin Frances Haugen während eines CBS-Interviews.
Foto: Robert Fortunato/CBS News/60 Minutes/AP/dpa

Eine Facebook-Studie belegt, wie gefährlich Instagram für Teenager ist

Wie die Whistleblowerin und ehemalige Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen kürzlich publik machte, weiß man auch in der Firmenzentrale sehr wohl um diese Problematik. Eine interne Untersuchung hat ergeben, dass die scheinbar heile Welt auf Instagram bei Teenagern die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper verstärkt. Mögliche Folgen sind Essstörungen und Depressionen. Einer US-Studie zufolge hat sich die Selbstmordrate bei weiblichen Teenagern im Alter zwischen zehn und 14 Jahren seit dem Einzug von Smartphones und Social Media in etwa verdreifacht.

Die Reaktion von Facebook: halb so wild. Der Konzern wollte stattdessen eine Instagram-Version für Kinder zwischen zehn und zwölf Jahren starten, musste "Instagram Kids" aber nun zunächst einmal auf Eis legen. Auf Instagram dürfen Influencerinnen und Influencer dem oft jugendlichen Publikum weiterhin ihre perfekte Welt vorgaukeln. Diese besteht aus Körperkult, Fitnessvideos und Oberflächlichkeiten, garniert mit falschen Rollenbildern. Gemessen wird in der Währung Likes: Wer mehr hat, ist mehr wert. Und wer keine hat, ist eben weniger wert. Es ist ein 24-stündiger Konkurrenzdruck - und das ist nicht die beste Voraussetzung für pubertierende Teenager.

Facebook lehnt es ab, die Verantwortung für seine teils gefährlichen Produkte wahrzunehmen

Insofern: Was für ein Segen wäre es gewesen, wenn Instagram und Facebook einfach nicht mehr online gegangen wären? Alternativen zu WhatsApp gibt es auch jetzt schon genug - und diese Messenger-Dienste werden nicht alle von einem Konzern angeboten, dessen Ware die Informationen über seine User sind.

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Facebook lehnt es ab, die Verantwortung für seine teils gefährlichen Produkte wahrzunehmen. Diese sind jetzt wieder online. Vielleicht ziehen nun aber einige User die Konsequenz aus einer Firmenpolitik, die im Wesentlichen von Profitgier und Sorglosigkeit geprägt ist.

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05.10.2021

Ja wenn, dann macht es eben der Staat und kontrolliert seine Bürger weltweit..so eine Geld- Informationsquelle gibt keiner auf..
Und es haben nicht nur die einfachen Bürger dieses Medium für Hass usw. benutzt, sondern alle von oben nach unten und viele Menschen haben Milliarden an und mit Facebook verdient. Die Staaten auf unserer Erde haben gesehen da ist eine Milliarden Geldeinnahme ist und wollen es haben..!

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05.10.2021

Komisch -Herr Eisele - Ihr anderer Journalisten-Kollega schreibt ein paar Abschnitte weiter oben , daß facebook und whatsapp für andere Teile der Welt "lebenswichtig" sind .

Also - was denn nu' ???

Übrigens - diese Internet-"Medien" , die Sie meinen , wurden ja nicht als "Hass-Maschinen (wie Sie schreiben) programmiert und entworfen !
Es sind die Teilnehmer , die das daraus machen !

Und es ist auch nicht die "Bilder-Datenbank" Instagramm &Co. , welche die von Ihnen kritisierte "Körper-Trends"-Kultur setzt , sondern offenbar sind die Nutzer und Nutzerinnen

( Achtung , ich folge dem irren Gender-Wahn nicht nach ! )

schlicht und einfach zu leichtgläubig !

Auch früher schon wollte man ( Kinogänger ) vielleicht auch so aussehen wie der Filmheld und die vor Kingkong von ihm gerettete Schönheit !
Man war damals - in den guten alten Zeiten - halt nicht so leichtgläubig und hörig und wußte , daß das ein Traum und kaum erfüllbar bleiben würde !


Ihre Kritik erschließt sich also nicht - da es doch die diese Dienste nutzenden Menschen sind , welche diesen Programmen erst den Auftrieb geben !


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05.10.2021

Niemand ist gezwungen, diese Dienste in Anspruch zu nehmen. Auch ist kein Geschäftsmann gezwungen, diese Dienste für seine Waren zu verwenden. Würde man sich mehr auf nützlichere und effektivere Wege und Mittel beschränken, so wäre das Leben sicherlich reizvoller und gemütlicher. Wie heißt eine deutsches Sprichwort: "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied".

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