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25.06.2019

Konzern gibt sich Miet-Deckel

Deutsche Wohnen bremst Erhöhungen

Ist das der Beginn eines neuen Trends auf dem deutschen Mietmarkt? Der börsennotierte Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat eine eigene Mieten-Obergrenze angekündigt: Es soll keine Mieterhöhung geben, wenn ein Haushalt mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens für die Nettokaltmiete einer angemessenen Wohnfläche aufwenden müsste. Ob der Immobilienkonzern mit der selbst auferlegten Begrenzung nur den Anfang gemacht hat und andere Firmen mit eigenen Mietdeckel-Konzepten nachziehen, ist ungewiss.

Vom Deutschen Mieterbund hieß es, dass es vergleichbare Ankündigungen zu dem Vorstoß von Deutsche Wohnen bislang von anderen Immobilienkonzernen nicht gebe. Sie könnten sich – so die Einschätzung – aber durchaus an dem Versprechen ein Beispiel nehmen. Auch der Berliner Mieterverein geht nicht davon aus, dass das Konzept Schule machen wird. Geschäftsführer Reiner Wild betonte, dass viele Mieter ihre Einkommensverhältnisse gegenüber Vermietern nicht ständig offen legen wollten und deshalb das Konzept in solchen Fällen nicht zur Anwendung kommen werde.

Die Deutsche Wohnen hat ihr Versprechen auf fünf Jahre ausgelegt – und zwar für Wohnungsstandorte deutschlandweit ab dem 1. Juli. Mieter sollen per Brief darüber in den nächsten Tagen informiert werden. Die Deutsche Wohnen besitzt rund 167 000 Wohnungen, 70 Prozent davon in Berlin. Anna Ringle, dpa

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