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Landwirtschaftsminister warnt
26.06.2014

Mindestlohn wird Obst und Gemüse teurer machen

Erntehelfer pflücken Spreewaldgurken: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stimmt die Verbraucher auf Preiserhöhungen für Lebensmittel als Folge  des Mindestlohns für Saisonarbeiter ein.
Foto: Patrick Pleul (dpa)

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stimmt die Verbraucher auf Preiserhöhungen für Lebensmittel als Folge  des Mindestlohns für Saisonarbeiter ein.

"Bei einigen Gemüse und Obstsorten sind Preiserhöhungen nicht auszuschließen, weil der Mindestlohn die Personalkosten in die Höhe treibt", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse" (Donnerstag).

Vor allem um die Gurkenbauern mache er sich Sorgen. Schmidt sieht keine Chance, dass für diese Beschäftigtengruppe noch Ausnahmen eingeführt werden. "Aber es gibt auch noch andere Ansatzpunkte bei der kurzfristigen Beschäftigung von Erntehelfern und im Sozialversicherungsbereich."

 Der Gesetzentwurf zum Mindestlohn soll noch vor der Sommerpause des Bundestages Anfang Juli verabschiedet werden. Der Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde soll dann von 2015 an für alle ab 18 Jahren gelten. Ausnahmen gibt es bis 2017 für Branchen mit einem überregional gültigen Tarifvertrag. Der Deutsche Bauernverband hatte am Mittwoch seine Forderung nach Ausnahmen für bestimmte Saisonarbeiter bekräftigt.

Für Menschen, deren Arbeitseinsatz in Deutschland auf 50 Tage begrenzt sei, dürfe es nur 80 Prozent des Mindestlohns geben, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied beim Deutschen Bauerntag in Bad Dürkheim. Sonst drohten Preiserhöhungen und die Abwanderung von Betrieben. dpa

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