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Streiks

02.02.2018

Metall-Arbeitgeber signalisieren Verhandlungsbereitschaft

In der Metall- und Elektroindustrie gibt es Warnstreiks.
Bild: Oliver Berg, dpa

Die Metaller streiken - und die Arbeitgeber signalisieren Verhandlungsbereitschaft. Über eine Forderung aber wollen sie nicht sprechen.

Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber Verhandlungsbereitschaft signalisiert - zugleich aber ihre Ablehnung einer 28-Stunden-Woche mit einem Lohnausgleich für bestimmte Beschäftigte bekräftigt. "Wir wollen zurück an den Verhandlungstisch", sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Warnstreiks der IG Metall seien aus Sicht der Arbeitgeber "unnötig" und beschädigten auch das Lieferantenverhältnis mit ausländischen Unternehmen, kritisierte Dulger.

Die Forderung der IG Metall zu den Arbeitszeiten passe allerdings "politisch überhaupt nicht in die Zeit", sagte der Gesamtmetall-Präsident. Dadurch drohe der Fachkräftemangel weiter verschärft zu werden. Er habe "größtes Verständnis", wenn Beschäftigte aus privaten Gründen wie etwa die Pflege von Angehörigen nur 28 Stunden arbeiten wollten oder könnten. Ein Lohnausgleich hierfür sei aber "ungerecht", bekräftigte Dulger die Position der Arbeitgeber. "Wir können einer solchen Forderung nicht zustimmen."

Größter Streitpunkt in dem Tarifkonflikt sind flexiblere Arbeitszeiten: Die IG Metall fordert das Recht auf eine befristete Teilzeit - mit Lohnzuschüssen für bestimmte Beschäftigte, wie Eltern, pflegende Angehörige oder Schichtarbeiter. Die Arbeitgeber halten dies für rechtswidrig und diskriminierend gegenüber den Beschäftigten, die schon heute in Teilzeit arbeiten.

Die Gewerkschaft erhöhte am Freitag mit neuen Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber weiter. Die Arbeitsniederlegungen sollen dabei vor allem die Automobilindustrie treffen: Die IG Metall Bayern erklärte, am Freitag rolle in dem Bundesland "kein Auto vom Band". Bestreikt werden demnach unter anderem Audi in Ingolstadt und Münchsmünster sowie die BMW-Werke in Dingolfing und Landshut. Nach Gewerkschaftsangaben sind in vier Bundesländern mehrere zehntausend Beschäftigte in 13 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen. (afp)

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