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Paulaner bleibt bayerisch

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Paulaner bleibt bayerisch

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    Paulaner bleibt bayerisch
    Paulaner bleibt bayerisch Foto: du/tm

    München (dpa) - Die Münchner Schörghuber-Gruppe will an ihrer Brauereigruppe BHI mit Paulaner und anderen bekannten Bier-Marken festhalten. In den vergangenen Tagen und Wochen verbreitete "Gerüchte" über einen geplanten Verkauf der Mehrheit an der BHI träfen nicht zu, erklärte die Unternehmensgruppe am Montag in

    In einem Schreiben an die Mitarbeiter habe Eigentümer Stefan Schörghuber bereits vergangene Woche von "falschen und irreführenden Informationen" gesprochen. Die Strategie von Schörghuber im Getränke- Geschäft sei vielmehr "auf Nachhaltigkeit der Unternehmensentwicklung" angelegt, hieß es. Die BHI werde so "langfristig wirtschaftlich erfolgreich" sein.

    Zur BHI gehören neben Paulaner Marken wie Kulmbacher, Karlsberg und Fürstenberg. Neben Fachmedien wie dem Branchendienst "Inside" und der "Lebensmittelzeitung" hatte am Wochenende auch die "Süddeutsche Zeitung" über die Verkaufsspekulationen berichtet. Darin hieß es, als möglicher Käufer werde die Radeberger-Gruppe gehandelt, eine Beteiligung des Familienunternehmens Dr. August Oetker aus Bielefeld.

    Eine weitere Option sei zudem ein Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Schörghubers Joint-Venture-Partner Heineken, der bereits 49,9 Prozent an der BHI hält. Die Mehrheit von 50,1 Prozent an der Brauereigruppe liegt bei der Schörghuber Stiftung.

    Als treibende Kraft hinter den Ausstiegsplänen gelte der Finanzvorstand der Schörghuber-Holding, Hans-Peter Hoh, der schon seit längerem auf eine höhere Umsatzrendite dränge, hatte die "SZ" berichtet. Nach der überraschenden Ablösung des BHI-Chefs Friedrich Georg Hoepfner im Herbst vergangenen Jahres hatte Stefan Schörghuber gemeinsam mit Hoh die operativen Geschäfte des Unternehmens übernommen.

    In dem Schreiben an die Mitarbeiter erklärte Schörghuber nun laut Mitteilung, die BHI solle bald eine neue Führung erhalten, "die den Anforderungen der Zukunft gerecht" werde und die weitere Entwicklung im deutschen Biermarkt auch zukünftig "aktiv mitgestalte".

    Die 2001 begründete Partnerschaft mit Heineken sei "richtungsweisend" für den gesamten Markt. Nicht nur für Paulaner Weißbier, sondern auch für die weiteren Marken der Gruppe habe man über das Joint Venture einer deutschen Brauereigruppe mit einem global agierenden Konzern neue Absatzmärkte erschließen können.

    Zur Schörghuber-Gruppe gehören neben der Biersparte auch Hotel- und Immobilien-Beteiligungen sowie eine Flugzeug-Leasinggesellschaft.

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