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Reise
22.09.2019

Drohende Insolvenz: Thomas Cook verhandelt um Sanierungshilfen

Der angeschlagene Reisekonzern Thomas Cook benötigt zusätzliches Geld für die Sanierung. Trotz einiger Interessenten scheint das Unternehmen immer weiter in Schieflage zu geraten.
Foto: Clara Margais, dpa (Archiv)

Die Sanierung des Reisekonzerns Thomas Cook wird noch teurer: Zusätzlich zu bereits ausgehandelten Hilfen brauchen die Briten weitere 200 Millionen Pfund.

Der angeschlagene britische Touristikkonzern Thomas Cook verhandelt weiter mit Investoren um mehr Geld für seine Sanierungspläne. Am Sonntag findet ein Treffen mit Geldgebern statt, wie die Finanznachrichtenagentur dpa-AFX aus informierten Kreisen erfuhr. Ein Unternehmenssprecher wollte dies nicht kommentieren. Thomas Cook strebt nach Angaben vom Freitag eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Millionen Pfund (226 Mio Euro) an.

Neckermann-Mutter Thomas Cook benötigt Milliardensumme

Das Unternehmen mit Marken wie Neckermann-Reisen und der Fluglinie Condor braucht dringend Geld, um in die Zukunft seines Geschäfts zu investieren. Kurzfristig kommt erschwerend hinzu, dass das Unternehmen im Winter üblicherweise weniger einnimmt. Die benötigten 200 Millionen Pfund kämen zu einem bereits ausgehandelten 900 Millionen Euro schweren Rettungspaket hinzu. Die angestrebte Summe soll finanzielle Stabilität für die Zukunft bringen.

Die konzerneigenen Fluggesellschaften gelten als Gewinnbringer von Thomas Cook. Sorgenkind ist vor allem das britische Veranstaltergeschäft. 

Chinesischer Mischkonzern Fosun will Thomas Cook übernehmen

Thomas Cook verhandelt zum einen mit dem chinesischen Mischkonzern Fosun, der den Tui-Konkurrenten übernehmen will, aber auch mit Banken und Anleihegläubigern. Medienberichten zufolge spitzt sich die Lage für das Unternehmen immer mehr zu. Inzwischen habe Thomas Cook die Regierung in London um Finanzhilfe gebeten, berichteten etwa die Fernsehsender BBC und Sky News sowie die Zeitung Financial Times mit Bezug auf namentlich nicht genannte Quellen.

Ein Sprecher des britischen Transportministeriums sagte zu den Berichten: "Wir spekulieren nicht über die finanzielle Situation einzelner Unternehmen." (dpa)

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