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SAP
11.10.2019

Rückzug als SAP-Chef: Das ist Bill McDermott

Bill McDermott zieht sich als SAPChef zurück.
Foto: Uwe Anspach, dpa (Archiv)

Bill McDermott machte SAP zum wertvollsten Dax-Konzern – trotz eines schweren Schicksalsschlags. Wechselt er nun in die Politik?

SAP, die drei Buchstaben stehen nicht nur für den einzigen Software-Riesen aus Deutschland mit Weltrang. Seit der Ära von Unternehmenschef Bill McDermott stehen sie auch für den wertvollsten deutschen Dax-Konzern überhaupt. Und zuletzt war der 58-jährige gebürtige New Yorker mit der markanten Sonnenbrille auch das Gesicht für den deutschen Manager mit dem höchsten Gehalt – 11,75 Millionen Euro im Jahr 2018.

Die Sonnenbrille trägt der SAP-Chef seit einem schweren Unfall im Juli 2015, mit dem er stets offen umging: Tief nachts nach der Feier des 76. Geburtstags seines Vaters in den USA stolperte der Spitzenmanager mit einem Glas Wasser in der Hand auf der Treppe so unglücklich, dass sich eine fingerlange Scherbe in sein linkes Auge bohrte. Hätte er es nicht geschafft, schwer verletzt auf die Straße zu robben, um Hilfe zu rufen, wäre McDermott wohl verblutet. Nach vielen Operationen und ärztlichem Flugverbot nutzte das begnadete Verkaufsgenie sein Schicksal zur Mitarbeitermotivation: Bei jeder passenden Gelegenheit betonte er, er fühle sich stärker, leidenschaftlicher und lebendiger als je zuvor. Schneller, größer, ambitionierter und erfolgreicher schien immer sein Berufscredo.

McDermott macht sich gern einen Spaß daraus, Zuhörer damit zu überraschen, dass auch amerikanische Hightech-Riesen wie Apple und Facebook ihr Business im Hintergrund mit SAP-Unternehmenssoftware steuern und zertrümmerte damit das Walldorfer Dino-Image: Steve Jobs hatte sich gerade an der Uni eingeschrieben, Marc Zuckerbergs Eltern hatten sich noch nicht mal kennengelernt, als 1972 Dietmar Hopp und Hasso Plattner mit drei weiteren damaligen IBM-Kollegen die Firma SAP gründeten, um Buchhaltungssoftware für die neuen Großrechner zu entwickeln.

2002 wurde Bill McDermott zu SAP geholt

McDermott, der beim Kopiergeräteriesen Xerox als Verkaufsmanager seine Karriere begründete, wurde von Hasso Plattner persönlich 2002 als Leiter des US-Geschäfts zu SAP geholt. Acht Jahre später wurde der Amerikaner Vorstandschef des deutschen Dax-Konzerns.

Die Zusammenarbeit mit den amerikanischen Hightech-Kunden war es, die McDermott den vielleicht härtesten Umbruch in der Konzerngeschichte einleiten ließ. Die US-Kunden waren dramatisch unzufrieden: SAP sei zu langsam, die bislang auf Firmenrechnern fest installierte Software in zeitgemäße, internetbasierte Cloud-Lösungen umzubauen. Auch Siemens drohte als Kunde abzuspringen. McDermott, der zunächst vor allem auf Eigenentwicklungen gesetzt hatte, steckte Dutzende Milliarden Euro in Übernahmen. Zuletzt kaufte er vergangenen November für acht Milliarden Dollar das US-Datenunternehmen Qualtrics.

Parallel dazu bereitete McDermott heimlich seinen Rückzug vor: Er soll, wie es heißt, bereits vergangenes Jahr Aufsichtsrat Plattner informiert haben, dass er seinen Vertrag 2020 nicht verlängern werde.

Der Vater von zwei Kindern pendelte stets zwischen den USA und seiner Wohnung in Heidelberg. Nun wird viel spekuliert, dass es ihn zu einem neuen Managerjob in seine Heimat zieht. Doch McDermott, der als Fan von Expräsident Barack Obama und dessen Gesundheitsreform gilt, werden seit langem auch politische Ambitionen nachgesagt.

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