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Steigende Stromkosten: Die Energiewende birgt Tücken

Kommentar Von Michael Kerler
19.01.2020

Der Strompreis erreicht ein Rekordhoch und ein Ende ist nicht in Sicht. Überlegenswert wäre, die Kosten der Energiewende aus einem Energiewende-Fonds zu bezahlen.

Das Ende des Anstiegs der Stromkosten ist sicher noch nicht erreicht. Das liegt nicht nur an der unbeliebten Ökostrom-Umlage. Ein großer Preistreiber sind die Kosten für das Stromnetz. Und das dicke Ende könnte noch kommen. Denn der Bau teurer unterirdischer Gleichstrom-Trassen hat noch nicht einmal begonnen.

An einem Energie-Fonds könnte man auch deutsche Sparer beteiligen

Die Leitungen aber sind dringend nötig, damit das Konzept der Energiewende aufgeht und Windstrom von Nord- und Ostsee in den industriereichen Süden gelangen kann. Ohne die Trassen droht sich die absurde Situation zu verschärfen, dass Verbraucher für Windstrom zahlen, den es überhaupt nicht gibt, weil die Netze fehlen, um ihn abzutransportieren.

Die Finanzierung der Energiewende muss daher reformiert werden. Die Regierung plant, mit den schrittweise steigenden Einnahmen aus der CO2-Steuer ab 2021 die Ökostrom-Umlage zu senken. Überlegenswert wäre es auch, die Kosten der Energiewende statt über die laufenden Stromkosten aus einem Energiewende-Fonds zu bezahlen, den die Verbraucherzentralen ins Spiel gebracht haben. Am Fonds könnte man sogar die unter Nullzinsen leidenden deutschen Sparer beteiligen.

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20.01.2020

... ach - ich dachte durch die EEG-Umlage, die an den Kunden weitergegeben werden soll, sollte das vermieden werden !? … also wieder den Bürger belogen und betrogen ! … und wieso kostet der Strom um uns herum (außer Dänemark) nahezu nur die Hälfte !? Immer weiter so - 2021 wird ein sensationelles Wahljahr !

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19.01.2020

Man könnte aber den Haushaltsüberschuss auch dafür hernehmen, um die Kosten niedriger zu halten.
Das will aber wiederum keiner.

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