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München

12.02.2015

Streik bei Germanwings: Wenig Ausfälle am Flughafen München

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings streiken am heutigen Donnerstag und auch am Freitag.
Bild: Matthias Balk (dpa)

Die Fluggesellschaft Germanwings hat ab dem heutigen Donnerstag zu Streiks aufgerufen. Mehr als 160 Flüge sollen in Deutschland ausfallen. In München ist die Lage entspannt.

Die Nerven von Flugreisenden werden wieder strapaziert. Die Piloten der Fluggesellschaft Germanwings wollen ab sofort streiken. Bis Freitag rief die Vereinigung Cockpit ihre Mitglieder zum Streik auf. Dennoch sollen nach Angaben der Airline mehr als 60 Prozent aller Flüge stattfinden. "80 Prozent der Passagiere erreichen ihr Ziel", sagte ein Sprecher des Unternehmens am frühen Donnerstagmorgen. Der Flughafen München ist von dem Streik kaum betroffen.

Flughafen München: Zwei Ausfälle am Donnerstag

Für beide Streiktage waren insgesamt rund 900 Flüge geplant. Nun sollen am Donnerstag mehr als 160 Flüge ausfallen, am Freitag werden ähnlich viele Verbindungen gestrichen. Wie der Pressesprecher des Flughafens München, Florian Steuer, berichtet, sind insgesamt zwei Ausfälle bekannt.

Da die Lufthansa-Tochter Germanwings in München kaum vertreten ist, hat der Streit nahezu keine Auswirkungen. Lediglich ein Start sowie eine Landung nach und von Dortmund fallen aus. Am Freitag wird es in München keine Ausfälle geben, erklärt Steuer und verweist auf die Homepage von Germanwings. Der Ausstand trifft vor allem die Flughäfen Berlin, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart. Auch in Frankfurt werden kaum Behinderungen erwartet.

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Der Sprecher der Airline riet Reisenden, im Internet zu prüfen, ob ihre Verbindung ausfällt. Betroffene könnten ihren Flug kostenlos stornieren oder umbuchen. Mit Hilfe der Bahn und Umbuchungen auf andere Fluggesellschaften sollen nach Angaben des Unternehmens rund 80 Prozent der mehr als 70.000 Gäste ihre Ziele erreichen.

Germanwings: Lufthansa-Tochter im Tarifstreit

Die Piloten der Lufthansa-Tochter Germanwings wollen die Arbeit wegen eines Tarifstreits bis Freitagabend niederlegen. Gestritten wird unter anderem über die Übergangsversorgung der Piloten vor dem Renteneintritt. Es gibt aber auch grundlegende Meinungsverschiedenheiten über den künftigen Kurs der Lufthansa. 

Die Vereinigung Cockpit hatte im vergangenen Jahr bei den Gesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings zu insgesamt zehn Streiks aufgerufen, nur einmal sagte sie den Arbeitskampf kurzfristig ab. Das Unternehmen bezifferte den Schaden auf rund 200 Millionen Euro, rund 7400 Flüge fielen aus, 850 000 Passagiere waren betroffen. dpa / AZ

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