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Verkehrsministerium
13.04.2019

Zwei Millionen Dieselautos bei Abgas-Software im Verzug

Zwei Millionen Dieselautos sind mit der Abgas-Software nicht auf dem neuesten Stand.
Foto: Marcus Führer, dpa (Symbolfoto)

Rund zwei Millionen von 6,3 Millionen betroffenen Dieselautos sind bei der Abgas-Software noch nicht auf dem neuesten Stand - die meisten davon sind im Verzug.

Die deutschen Autohersteller sind bei der Nachrüstung von Dieselautos mit Abgas-Software noch immer im Verzug. Derzeit seien rund 2 Millionen der betroffenen etwa 6,3 Millionen Fahrzeuge bei der Software noch nicht auf dem neuesten Stand, teilte das Bundesverkehrsministerium in Berlin am Samstag auf Anfrage mit. Von den zwei Millionen Autos hätten eigentlich mehr als eine Million bereits Ende 2018 umgerüstet sein sollen.

In einer Antwort der Bundesregierung vom 29. März auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hieß es, von 5,3 Millionen Dieselautos seien inzwischen 4,1 Millionen umgerüstet worden. Die Automobilhersteller hatten 2017 für 5,3 Millionen Wagen zugesagt, den Stickoxid-Ausstoß um im Schnitt rund ein Viertel zu senken.    

 

Die Zahl der umzurüstenden Diesel-Autos erhöhte sich auf 6,3 Millionen

Seitdem habe sich die Zahl der umzurüstenden Diesel-Autos jedoch auf 6,3 Millionen erhöht, hieß es vom Ministerium. Für diese Wagen hätten die Hersteller Anträge auf Updates beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eingereicht. Die eine Million zusätzliche Fahrzeuge sei teils auf verpflichtende Rückrufe für deutsche Autobauer, teils auf freiwillige Updates deutscher und ausländischer Hersteller zurückzuführen.

Der Grünen-Verkehrsexperte Stephan Kühn kritisierte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) habe sich bei den freiwilligen Software-Updates "von der Autoindustrie vorführen lassen".

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Bei etlichen Automodellen seien auch verpflichtende Rückrufe angeordnet worden, "doch diese sind teilweise bis heute nicht gestartet", sagte Kühn. "Solange Scheuer bei den Rückrufen nicht aufs Tempo drückt, trägt er die Verantwortung für weitere Fahrverbote in unseren Städten." (dpa)

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