Newsticker

Zahl der Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden fast auf Rekordhoch
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Weltnudeltag: Warum jede Woche mehrere Pasta-Züge nach Ulm fahren

Ulm

25.10.2020

Weltnudeltag: Warum jede Woche mehrere Pasta-Züge nach Ulm fahren

Die Deutschen lieben Pasta - in der Corona.-Krise umso mehr. Ein Blick in die Produktion von Weltmarktführer Barilla in Parma.
Bild: Barilla, dpa

Plus Die Deutschen finden in der Corona-Krise immer mehr Geschmack an Nudeln - und der italienische Weltmarktführer Barilla an der Bahn.

Gute Gelegenheit, um die Herkunftsfrage zu stellen. Bei den Babys wissen wir’s ja. Der Strom, klar, kommt aus der Steckdose, woher auch sonst. Aber, mit Blick auf den Weltnudeltag an diesem Sonntag und acht Kilo Spaghetti-, Penne- und Co-Verbrauch eines jeden Deutschen im Jahr: Wie gelangt denn die Pasta unter unsere kunstvoll italianisierte Soße? Sattelschlepper, Supermarkt, Einkaufswagen, talentierte Hände am Herd... – alles richtig. Doch am Anfang steht der Pasta-Zug. Eine, wenn man so will, bahn-brechende Erfindung.

Sie hängt, natürlich, mal wieder mit Corona zusammen. Als die Deutschen im Frühjahr zur Pasta-Hortung ansetzten, entschloss sich Nudel-Weltmarktführer Barilla mit Sitz in Parma, zweimal die Woche einen Extra-Güterzug Richtung Norden zu schicken. Jeweils 16 Waggons mit 32 Containern, fast 600 Tonnen Lebensmittel, im Einzelnen: 490 Tonnen Pasta (knapp eine Million Packungen), 60 Tonnen Soße, 40 Tonnen Pesto. Ein Sonderverkehr auf etwas kompliziert geplanten 839 Kilometern über Luzern, Basel und Karlsruhe nach Ulm. Ulm deshalb, weil sich im nahen Langenau ein Lager befindet.

Barilla erhält den Deutschen Logistik-Preis

Doch die Deutschen sagten damit noch lange nicht basta zur Pasta. Im Gegenteil: Die Nachfrage stieg weiter. Seit Juni sind jede Woche drei Nudel-Züge unterwegs, jetzt kündigt Barilla einen vierten an. Es gibt schon wieder erste Tendenzen eines neuerlichen Hamsterns. Und weil die Italiener auf diese Weise ganz schön viel Güter von der Straße auf die Schiene verlagert haben, erhielten sie dafür nun den Deutschen Logistik-Preis.

Damit aber endgültig: basta.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren