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Wirtschaft in Bayern
18.10.2019

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Alles tun, um Arbeitsplätze hier zu halten"

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will die Automobilbranche unterstützen.
Foto: Marcus Merk (Archiv)

Exklusiv Aiwanger sieht die Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs. Der Staat müsse jedoch die Automobilbranche unterstützen: "Ohne Autoindustrie gehen in Bayern die Lichter aus."

Nach der Absenkung der Wachstumsprognose für 2019 durch die Bundesregierung hat Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vor einer konjunkturellen Schwarzmalerei für den Freistaat gewarnt. „Die Aufnahmefähigkeit des bayerischen Arbeitsmarkts ist weiterhin hoch, die Nachfrage nach Fachkräften und Auszubildenden ungebrochen“, sagte der Freie-Wähler-Chef unserer Redaktion. „Der bayerischen Wirtschaft fehlen nach aktuellen Prognosen über alle Branchen hinweg rund 260.000 Fachkräfte“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident. „Das ist unser Lichtblick in Zeiten des Arbeitsplatzabbaus bei den Automobilzulieferern.“

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: "Wir müssen alles tun, um Arbeitsplätze hier zu halten"

Die stark exportorientierte bayerische Industrie sei derzeit von weltweiten Absatzproblemen härter betroffen als andere Regionen. „Ich sehe aber keinen Grund zu konjunktureller Schwarzmalerei“, betonte Aiwanger. „Bayerns Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs. Der Arbeitsmarkt und Investitionen sind stabil, ebenso wichtige Branchen wie Bau, Dienstleistungen und Einzelhandel.“

Die wichtigste Aufgabe sei allerdings die Bewältigung des Umbruchs in der Automobilindustrie: „Ohne Autoindustrie gehen in Bayern und Deutschland die Lichter aus“, betonte Aiwanger. „Deshalb müssen wir alles tun, um Arbeitsplätze und Produktion hier zu halten.“

Lesen Sie das gesamte Interview: Hubert Aiwanger: „Ohne Autoindustrie gehen in Bayern die Lichter aus“ 

So will Hubert Aiwanger die bayerische Automobilindustrie unterstützen

Die Politik müsse alles tun um die  Automobilbranche bei ihrem grundlegenden Transformationsprozess zu unterstützen. Bayern gehe hier mit dem „Pakt zur Zukunft der Fahrzeugindustrie“ und der Förderung zur Entwicklung neuer Produkte und Technologien voran. Dies gelte auch für andere Branchen, zum Beispiel mit der Strategie Bayern Digital und der Hightech Agenda. „Es kommt nun darauf an, dass auch der Bund sein Maßnahmenbündel mit Kraft umsetzt“, forderte Aiwanger Entlastungen: „Der wirtschaftspolitische Handlungsbedarf zur Stärkung der Industrie ist groß.“

Aiwanger forderte eine Senkung der Unternehmenssteuern und die Abschaffung es Solidaritätszuschlags  und der Erbschaftsteuer. „Die Entlastung des Mittelstands bei Abgaben, Steuern und Bürokratie ist das Gebot der Stunde“, betont er.

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