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Gaskrise
24.06.2022

Was bedeutet die Alarmstufe? Reicht das Gas für den Winter? Fragen und Antworten zur Gaskrise

Die Bundesregierung hat die zweite Stufe im Gas-Notfallplan ausgerufen. Damit rückt eine drohende Rationierung von Gas für die Industrie näher.
Foto: Julian Stratenschulte, dpa (Symbolbild)

Plus Immer weniger russisches Gas erreicht Deutschland. Seit Donnerstag gilt nun die Alarmstufe des Notfallplanes. Was das heißt – und wie wir über den Winter kommen.

Es wird immer weniger. Seit gut einer Woche liefert der russische Energieriese Gazprom nur noch rund 76 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag nach Deutschland. Das sind gerade einmal 40 Prozent der Kapazität der Pipeline Nord Stream. Der Kreml sagt, Grund dafür seien Verzögerungen bei Reparaturarbeiten. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sieht die Drosselung aber eindeutig als politisch motiviert an, spricht gar von einem „ökonomischen Angriff“ Russlands. Um diesen zu parieren, hat die Bundesregierung am Donnerstag die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Was das bedeutet – abgesehen davon, dass Gas wohl noch einmal viel teurer wird:

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25.06.2022

Wirtschaftlicher Angriff???
Was machen wir denn seit Monaten gegen Russland???
Das sich Russland, dass nicht weiter gefallen lässt ist doch ganz normal.

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24.06.2022

Das Gas wird reichen, wenn die BRD und Kanada dafür sorgen, dass die Verschickung der in Kanada wegen der Sanktionen festsitzenden Turbine nach Russland funktioniert.

Den es gibt drei Möglichkeiten:

- die Reduktion der in die EU gelieferten Gas Menge beruht auf dem defekten Verdichter, dann dürfte mit erfolgter Reparatur die gelieferte Menge wieder steigen.

-die Reduktion der in die EU gelieferten Gas Menge beruht nicht auf dem defekten Verdichter, dann dürfte mit erfolgter Reparatur die gelieferte Menge dennoch wieder steigen, da die russische Führung das Beruhen behauptet hat und jetzt schlecht davon los kommt.

- die Reduktion der in die EU gelieferten Gas Menge beruht nicht auf dem defekten Verdichter, dann dürfte mit erfolgter Reparatur die gelieferte Menge auch nicht wieder steigen, weil es der russischen Führung egal ist.

Die letzte Variante halte ich für die unwahrscheinlichste, da Russland für sein Öl zwischenzeitlich gerade mit Indien einen ersatzweisen Abnehmer gefunden hat, für sein Gas aber wohl noch nicht.

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24.06.2022

Das Problem ist, dass Gas bislang insbesondere in der Industrie viel zu günstig war und daher Modernisierungen und Effizienzsteigerungen relativ unrentabel waren und in aller Regel nur dann vorgenommen wurden wenn ein Austausch stattfand und das auch mehr per Zufall weil das neue Zeugs halt einfach schon sparsamer ist. Im Privatsektor sieht das, allen "Solaranlagen" zum Trotze nicht wirklich anders aus.

Gleichwohl ist eine Menge Einsparpotential da, auch im Privaten, was aber nicht gleichzusetzen ist mit Frieren im Winter. Nachdenken beim Verbrauch, brauche ich wirklich 24 Grad im Wohnzimmer damit ich im Januar mit der kurzen Hose rumlaufen kann? Oder reichen vielleicht auch 20 oder 21 Grad? Muss jeder Raum ständig dauernd beheizt sein? Muss ich 3 x die Woche die Wanne einlaufen lassen? Gerade im Privatsektor hat man, auch als Bewohner von Mehrparteienhäusern, es durchaus in der Hand wie die nächste Abrechnung aussieht.
Rund 30 Milliarden Kubikmeter Gas brauchen die deutschen Haushalte im Jahr, der Rest der 104 Milliarden insgesamt geht in Energie und Gewerbe. 2020 wurden aus Russland 56 Milliarden Kubikmeter importiert. Wenn alle gemeinsam nur 10% Verbrauchsreduzierung schaffen wäre das ein Fünftel weniger aus Russland.

@Jochen H.: Was kommt dann als nächstes wenn Ihr Herr Putin seine UdSSR wieder herstellen will? Das Baltikum? Wann kommen die restlichen sowjetischen Einflussgebiete dazu wie Polen? Ostdeutschland? CSFR? Dann wird es noch viel kälter werden hier.

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24.06.2022

Es geht nicht nur darum, ob das Gas für den nächsten Winter reicht, sondern für die Verbraucher privat und industr. auch zu welchem Preis. Da drückt sich der grüne Hr Harbeck sauber drum; möglichst lange soll der Bürger hingehalten werden wohl mit dem Ziel die positive Einstellung zur Unterstützung der Ukraine über ausufernde Sanktionen und deren Folgen im eigenen Land zu erhalten. Das böse Erwachen kommt dann im Winter. Hoffe nur, dass sich der Siegeswille der UA bald legt zumindest durch ein Patt auf dem Schlachtfeld legt, das auch durch weitere Waffenlieferungen nicht verhindert werden kann.

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