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COP 28
12.12.2023

Vier Gründe, warum sich die Klimakonferenz so schwertut

Teilnehmer gehen über das Gelände auf dem UN-Klimagipfel COP28. Die Konferenz muss in die Verlängerung.
Foto: Kamran Jebreili, dpa

Deutschland und andere Staaten wollen auf der Klimakonferenz einen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas als Ziel im Kampf gegen den Klimawandel festschreiben. Doch das Ringen geht in die Verlängerung.

An flammenden Appellen zumindest mangelte es nicht in den vergangenen zwei Wochen. Von historischen Chancen war vielfach die Rede, von der Sicherheit aller Menschen. „Wir sind hier, um die Welt für die ganze Menschheit zu retten“, sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock. Doch die Rettung der Welt muss verschoben werden: Die Konferenz mit ihren 97.000 Teilnehmern sollte eigentlich am Dienstag enden. Weil sich die Einigung auf eine Abschlusserklärung verzögert, geht die Klimakonferenz (COP) in die Verlängerung. Was sind die Gründe dafür?

  1. Der Ausstieg aus fossiler Energie: Es ist die Gretchenfrage der diesjährigen Klimakonferenz: Wie hältst du es mit der fossilen Energie? Deutschland, die EU und viele weitere Staaten wollen im Abschlusstext ein konkretes Datum aufnehmen, wann die Welt aus der Energieerzeugung durch Kohle, Öl und Gas aussteigt. Rund 100 Länder sprechen sich für dieses ambitionierte Ziel aus – doch genauso viele sind dagegen und bremsen. Die Folge ist, dass im geplanten Schlussdokument zur Klimakonferenz nur vage Aussagen enthalten sind und viele Staaten ihre Zustimmung verweigern. Und das nach zwei Wochen des Verhandelns. Viviane Raddatz, Klima-Chefin des WWF Deutschland, sagte, der Textentwurf enttäusche sehr und lasse befürchten, dass diese COP zu einem gigantischen Misserfolg führen könnte. Der ehemalige US-Vizepräsident und Klima-Veteran Al Gore schrieb auf X: „Es ist noch schlimmer, als viele befürchtet hatten.“ Gegen einen Beschluss zum Ausstieg aus den fossilen Energien hatten zuletzt etliche Länder Bedenken geäußert, darunter das ölreiche Saudi-Arabien, aber auch China, der Irak, Indien und Russland. Von Anfang an hatte es viel Kritik gegeben, dass Konferenzpräsident Sultan al-Dschaber gleichzeitig Chef des staatlichen Ölkonzerns Adnoc ist, und dass gut 1400 Lobbyisten für Kohle, Öl und Gas offiziell akkreditiert wurden.
  2. Das 1,5 Grad Ziel: Die Schneemassen der vergangenen Woche ändern nichts daran: Global gesehen war 2023 das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus lagen die globalen Durchschnittstemperaturen 1,46 Grad über dem vorindustriellen Referenzzeitraum von 1850 bis 1900. Um die Erderhitzung wie 2015 bei der Klimakonferenz in Paris beschlossen auf Dauer unter 1,5 Grad zu halten, müsse der weltweite Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase schnell sinken - um 43 Prozent bis 2030. Experten halten das für völlig unrealistisch und gehen inzwischen davon aus, dass das 1,5 Grad-Ziel nicht mehr zu halten sein wird. Ihre Kritik: Das Ziel sei zwar definiert worden, der Weg dahin aber zu schwammig geblieben. Die Fakten deuten zumindest in diese Richtung: Erst in der vergangenen Woche hatte der Bericht zum globalen Kohlenstoffbudget („Global Carbon Budget“) gezeigt, dass die globalen CO2-Emissionen durch fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas weiter ansteigen. Sie erreichen demnach 2023 mit voraussichtlich 36,8 Milliarden Tonnen im Jahr einen Höchstwert. Das seien 1,1 Prozent mehr als 2022 und 1,4 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019. Zugleich geht der Ausbau der Erneuerbaren schleppend voran. Der Oxfam-Experte Jan Kowalzig sagte, in dem Textentwurf zur COP fänden sich sogar die geplante Verdreifachung der erneuerbaren Energien und die Verdoppelung der Energieeffizienz nicht als Ziel wieder, sondern nur als mögliche Maßnahme. 
  3. Fehlende Vorbilder: Es sind keineswegs nur Länder wie Saudi-Arabien oder Russland, die Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel ausbremsen. Zwar hat sich beim G7-Gipfel im bayerischen Elmau eine Gruppe besonders ambitionierter Staaten zu einem „Klimaclub“ zusammengeschlossen. Doch was hat der Club wirklich vorzuweisen? Am Beispiel USA zeigt sich, dass großen Worten nicht immer große Taten folgen. Die Vereinigten Staaten stoßen nach China weltweit die meisten klimaschädlichen Treibhausgase aus, also vor allem CO2 und Methan. Und: Der Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 ist mit gut 14 Tonnen fast doppelt so hoch wie in China. Im jährlichen Klimabericht der US-Regierung heißt es dazu, die Treibhausgasemissionen gingen zwar zurück, aber das reiche nicht, um die Klimaverpflichtungen und -ziele zu erfüllen. Die Latte hängt relativ hoch: Die USA wollen bis 2035 ihren Strom ohne CO2-Ausstoß erzeugen und spätestens 2050 ihre Emissionen auf netto Null drücken. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr laut Umweltbundesamt rund 746 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase freigesetzt - immerhin 40,4 Prozent weniger als 1990. Doch laut Klimaschutzgesetz müssen die Zahlen bis 2030 um satte 65 Prozent runter, und spätestens 2045 muss dann verbindlich Klimaneutralität erreicht werden. 
  4. Das Geld: Es war ein Signal, das mehr sagte als alle großen Reden. Ausgerechnet der deutsche Klimaminister Robert Habeck sagte seine Reise zur COP nach Dubai ab, weil zu Hause ein gewaltiges finanzielles Loch im Haushalt klafft. Mit Finanzminister Christian Lindner und Kanzler Olaf Scholz muss er nun möglichst schnell 17 Milliarden Euro zusammenkratzen, um das Loch zu stopfen. Mit dem Geld, das nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes fehlt, sollten vor allem Klimaschutz-Projekte finanziert werden. Doch es geht nicht nur darum, den eigenen Umbau hin zu mehr Klimaschutz zu bezahlen. Viele Entwicklungs- und Schwellenländer können den ökologischen Kraftakt nicht aus eigener Kraft stemmen. Caroline Brouillette vom Climate Action Network Kanada betont, der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen könne nicht ohne eine deutliche Ausweitung der internationalen öffentlichen Unterstützung für eine schnelle und gerechte Energiewende geschafft werden, einschließlich einer Finanzierung zum Aufbau erneuerbarer Energien. „Für ärmere Länder, deren Volkswirtschaften stark von fossilen Brennstoffen abhängen, ist ein Ausstieg ohne diese Unterstützung undenkbar.“
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Die Diskussion ist geschlossen.

13.12.2023

Zumindest zeigt die Veranstaltung wie weit die Welt von einer gemeinsamen Linie zum Klimaschutz entfernt ist. Das nicht mal Einigkeit darüber besteht, aus den fossilien Brennstoffen auszusteigen ist allerdings niederschmetternd. Zeigt um so deutlicher, das sich hierzulande die echten oder vermeindlichen Klimaschützer irgendwo in einem Wolkenkukuksheim befinden, fern der Realität. Lachhaft, mit Vehemenz den Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 zu fordern, gleichzeitig die CO2 freie Kernenergie zu stoppen (auch als Einzige in der Welt mit nennenswertem CO2 Ausstoß) und ansonsten "feministische Außenpolitik" zu betreiben anstatt massiv diejenigen Staaten, welche weiterhin auf fossile Brennstoffe setzen wollen, immer wieder zu bearbeiten davon wegzukommen und zwar egal, ob dabei gleichzeitig Frauenrechte gestärkt werden oder nicht -was wohl insbesondere in den Islamischen Staaten, wo wohl die meisten Gegner des fossilen Austiegs sitzen dürften, eh nur für ein Stirnrunzeln sorgt. Doof nur, wenn man nicht mal mit Kernkraft als Alternative argumenteren kann.

12.12.2023

Was sollen diese hilflosen Erklärungen über das Schwertun der Klimakonferenz in Dubai? Alle anderen Veranstaltungen vorher waren ähnlich, inkompetent, sinnlos und ergebnislos.
Alleine schon, dass 90.000 dafür nach Dubai reisen lässt nicht nur den Kopf schütteln oder die Faust ballen.

12.12.2023

Wer sind Sie, dass Sie sich so ein großes Urteil anmaßen?
Und ich wiederhole meine Frage an Sie: Wie würden Sie eine Weltklimakonferenz organisieren?

Raimund Kamm

12.12.2023

Lieber Herr Kamm,
mit seiner Aussage steht Herr Rainer Kraus nicht alleine da! Welches Urteil maßt er sich also eigentlich an?

12.12.2023

Herr Kraus,
es ist klar, dass Sie nicht antworten, aber was
wollen Sie eigentlich?
Ihrer Meinung nach sind
- alle Politiker unfähig und fremdgesteuert
- Parteitage Karnevalsveranstaltungen
- jede Art von internationalen Verhandlungen sinnlos.
Was wollen Sie stattdessen ?

12.12.2023

@RAIMUND KAMM Sie enttäuschen mich, dass Sie nicht erkennen, was da falsch läuft. Diese Veranstaltung in Dubai ist ein Almauftrieb von 90.000 Inkompetenten und soll den Bürger ablenken und verwirrt und dumm zurücklassen. Hier wird gegen das Prinzip „Mehr Klasse statt Masse“ verstoßen und lässt die Zielführung vermissen. Es erinnert mehr an eine Messeveranstaltung bei der Prospekte gesammelt und keine Entscheidungen getroffen werden.
Das einzig Positive ist, dass Vertreter von „die letzten Generation“ geordnet wie als Schulklasse Protest machen und sich nicht festkleben, denn sonst würden sie aus dem Asphalt geschnitten und als Sperrgut per Nachnahme ausgeflogen werden.
Die ganze Veranstaltung ist nichts anderes als unnötig und eine Belastung der Umwelt.

13.12.2023

Lieber Rainer Kraus, was wäre denn die Alternative ? Der Klimaschutz ist ein globales Ziel, weil auch das Klima dummerweise an den Landesgrenzen nicht Halt macht, also müssen doch Konferenzen abgehalten werden, welche mit Vertreten aller Nationen besetzt sind oder wen würden Sie als entbehrlich ansehen ? Sind wir doch froh darüber, dass das Thema inzwischen so einen weltweiten Stellenwert hat. Über die konkrete Durchführung kann man sicherlich diskutieren, wobei Ihre Aussage, "dass 90.000 nach Dubai reisen" ziemlich gewagt ist, Sie wissen ja schlicht nicht, wieviele Teilnehmer physisch vor Ort waren und wieviele per Internet nur zugeschaltet waren -oder wissen Sie es ?

13.12.2023

>> Diese Veranstaltung in Dubai ist ein Almauftrieb von 90.000 Inkompetenten <<

Und die nicht eingeladenen Groupies nicht vergessen! Ich hab glaub Luisa Neubauer kurz auf einem Video tanzen und singen gesehen.

13.12.2023

@Christina M.
Da haben eigentlich nur Sie gefehlt – sicher hat die Welt auf Ihre kompetente Meinung gewartet.

13.12.2023

@ Maria Reichenauer:

Ja, echt schade dass mir niemand die Reise bezahlt hat. Meine Meinung wäre bestimmt mehrheitsfähiger gewesen.