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  3. Klimaschutz: Treibhausgas soll unter dem Meer gespeichert werden

Klimaschutz
26.02.2024

Treibhausgas soll unter dem Meer gespeichert werden

Stahlfabriken, wie hier in Salzgitter in Niedersachsen, sollen in Zukunft mit erneuerbaren Energien laufen und das ausgestoßene CO2 unter dem Meer gespeichert werden.
Foto: Julian Stratenschulte

Deutschland will die Lagerung von CO2 unter dem Boden der Nordsee nun doch erlauben. Anders sei laut Robert Habeck das Klimaziel nicht zu erreichen.

Einst war Robert Habeck dagegen, jetzt ist er dafür. Der Bundeswirtschaftsminister will erlauben, dass CO2 aus den Schornsteinen von Kraftwerken und Fabriken vor der Küste unterhalb des Meeresbodens verpresst wird. Somit käme es nicht in die Atmosphäre, wo es die Erderwärmung zusätzlich forcieren würde. "Wir sind nicht mehr in einer Welt, in der wir Rosinenpicken können", sagte der Grünen-Politiker am Montag in Berlin.

Mit "dieser Welt" meint er, dass sich die Erde schneller aufheizt, als es die Staatengemeinschaft wahrhaben will. Der bekannte deutsche Klimaforscher Ottmar Edenhofer hält es für ausgeschlossen, dass das 1,5-Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaschutzabkommen noch erreichbar ist. Habeck ist deshalb bereit, sich von einer lange verteidigten Position seiner Partei zu verabschieden. Zementwerke oder Stahlfabriken sollen an Röhren angeschlossen werden, die das CO2 Richtung Nordsee führen.

Treibhausgase sollen ab 2030 im Meeresboden gespeichert werden

Bei der Herstellung beider Grundstoffe kann technisch nicht verhindert werden, dass Kohlendioxid entsteht. Gleiches gilt für die Verbrennung von Müll. Deutschland hat sich allerdings verpflichtet, zur Mitte des Jahrhunderts unter dem Strich kein Klimagas mehr in die Luft zu blasen. Die verbleibenden Emissionen müssen also irgendwo anders aufgefangen werden.

Deshalb soll es in das Gestein unter dem Meeresgrund eingeleitet und dort festgehalten werden. An Land bleibt das sogenannte Carbon Capture and Storage (CCS) weiter verboten. Im Blick hat das Ministerium bislang vor allem die Nordsee. Geologen haben errechnet, dass in den Hohlräumen genügend Platz für die Speicherung über mehrere Jahrzehnte vorhanden ist. Technisch war die Verpressung auch bislang erlaubt, de facto aber nicht möglich, weil der Transport über Pipelines verboten war. 

Bevor das erste CO2 in den deutschen Meeresboden gepumpt wird, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Habeck peilt das Jahr 2030 für erste Projekte an. Meeresschutzgebiete sind ausgenommen. Schweden prüft die Speicherung für die Ostsee, sodass diese womöglich künftig auch in den Blick der Bundesregierung gerät. "Wir halten diese Technik für weit entwickelt, für sicher, für einsetzbar", erklärte der Minister. Sein Vorstoß sei mit den anderen Häusern abgestimmt, er rechne mit schneller Verabschiedung im Kabinett. Umweltverbände wie der BUND sprachen hingegen davon, dass Habeck die Nordsee zu einer Mülldeponie für CO2 verkommen lasse. 

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Unsummen für fossile Konzerne?

Ähnlich hörte sich die Kritik von der Linkspartei an, die beim Thema Klimaschutz die Grünen mittlerweile überholen möchte. "Habeck will die Nordsee in ein riesiges CO2-Endlager verwandeln und massenweise Fracking-Gas importieren", sagte die Spitzenkandidatin zur Europawahl, Carola Rackete, unserer Redaktion. Das Ganze ist aus ihrer Sicht ein neues Geschäftsfeld für Öl- und Gaskonzerne. "Denn die nötige Infrastruktur soll von fossilen Konzernen gebaut und betrieben werden. Das Fatale an CCS ist, dass die Verursacher der Klimakrise weiter Unsummen verdienen", beklagte die frühere Seenotretterin.

Während die Röhren ohne Zuschüsse gebaut werden sollen, wird es für die Industrieunternehmen und Energieversorger den Plänen zufolge für das Einspeichern im Boden eine staatliche Förderung geben. Die deutsche Industrie stellte sich hinter Habecks Meinungsschwenk. "Die Grundsatzentscheidung, den Weg für CO2-Abscheidung, -Speicherung und -Nutzung frei zu machen, ist ein wichtiger Schritt für die wettbewerbsfähige Transformation der deutschen Industrie hin zur Klimaneutralität", sagte der stellvertretende BDI-Hauptgeschäftsführer Holger Lösch.

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