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Musks Twitter-Übernahme ist keine Bedrohung für die Demokratie

Kommentar Von Lena Jakat
01.11.2022

Musk als Alleinherrscher bei Twitter: Das ist ein kritischer Moment für die digitale Öffentlichkeit. Doch jede und jeder Einzelne ist mächtiger, als es bisweilen klingt.

"Frisches Brot & Gebäck gehören zu den großen Freuden des Lebens." Ein simples, konsensfähiges Statement, wenngleich als erster Satz eines Leitartikels vielleicht ein bisschen banal. Den Satz hat Elon Musk vor ein paar Tagen auf Twitter veröffentlicht, als provokant-ironischen Kommentar zur Debattenkultur (Kohlenhydrate sind super! Das wird man ja wohl noch sagen dürfen).

Der Tesla-Gründer hat – nach einigem Hin und Her – jetzt tatsächlich Twitter gekauft und will nach eigenem Bekunden "die Meinungsfreiheit" dorthin zurückholen. Er hat Topmanager gefeuert, hat den Verwaltungsrat aufgelöst und sich selbst als alleinigen Direktor installiert.

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Die Aufregung in netzpolitischen Kommentaren und nicht zuletzt auf Twitter selbst ist enorm. Elon Musk als Alleinherrscher über Twitter! Der Musk, dessen Verständnis von Meinungsfreiheit vor allem von ganz Rechts gefeiert wird, der Musk, der immer wieder durch Pöbeleien, durch erratische Kommentare oder das Verbreiten von Verschwörungstheorien auffällt, zuletzt im Zusammenhang mit dem Überfall auf Nancy Pelosis Ehemann. Der Musk, der mit seinem 220-Milliarden-Dollar-Vermögen auch ohne Twitter zu den Mächtigsten der Welt gehört.

Versinkt Twitter nun endgültig in Hass und Hetze?

Viele fürchten, dass Twitter nun endgültig in Hass und Hetze versinkt. Und ja: Musks Twitter-Übernahme ist ein kritischer Moment. Wie jener, als sich Facebook 2014 WhatsApp einverleibte oder auch jener, als Amazon-Gründer Jeff Bezos, damals reichster Mensch der Welt, 2013 die Washington Post kaufte. Und wie in all diesen Fällen tun die aufgeregten Beobachter auch diesmal gut daran, ganz genau hinzusehen. Jetzt allerdings das Ende des Diskurses zu beklagen, ja gar vor einer Bedrohung der Demokratie zu warnen, ist aus verschiedenen Gründen Quatsch.

Erstens war Twitter schon vor Musk kein Ort der ausgewogenen Debatten. Die Gesetzmäßigkeiten der Aufmerksamkeitsökonomie, in der Polarisierung und Provokation für Reichweite sorgen und moderate Stimmen übertönen, gelten dort seit jeher genauso wie auf den anderen algorithmusverstärkten Plattformen, auf Facebook etwa oder auf YouTube, und übrigens auch in den klassischen Massenmedien.

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Nicht einmal zehn Prozent aller Deutschen nutzen Twitter regelmäßig

Zweitens wird die Bedeutung von Twitter im demokratischen Prozess arg überschätzt. In Weltgegenden, in denen offener Meinungsaustausch generell unerwünscht ist, ist nicht Twitter, sondern sind andere, sicherere Plattformen Mittel der Wahl, Telegram etwa, das ja hierzulande dem gesellschaftlichen Zusammenhalt eher abträglich ist. In Deutschland ist Twitter ohnehin nur als Zwischenhändler von Nachrichten und Meinungen relevant. Nicht einmal zehn Prozent der Menschen nutzen die Plattform selbst regelmäßig, Aufmerksamkeit finden in der Regel jene Tweets, die von anderen Medien aufgegriffen und weiterverbreitet werden. Oder hätten Sie ohne diesen Text von Musks Vorliebe für Frischgebackenes erfahren? Stichwort Aufmerksamkeitsökonomie.

Die Öffentlichkeit wird drittens nicht von Twitter selbst hergestellt, sondern von seinen 240 Millionen täglichen Nutzern. Sollte ein signifikanter Teil von ihnen abwandern, weil sie sich nicht mehr wohlfühlen, setzt das die Plattformbetreiber und Aufsichtsbehörden unter Druck. Das System der digitalen Öffentlichkeit ist kein statisches; es verändert sich, Regeln werden angepasst, neue Plattformen tauchen auf, verschwinden wieder oder wachsen. Wenn jetzt Menschen Twitter in Richtung alternativer Anbieter verlassen (oder damit drohen), formen sie die Regeln und Bedingungen von Öffentlichkeit. Die Macht der Nutzerinnen und Nutzer fängt freilich schon deutlich früher an: Bei der Entscheidung nämlich, was sie in die Welt rufen, welche Tweets und Posts sie weiterverbreiten.

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01.11.2022

Man muß sich wirklich wundern, was heute alles als mögliche Bedrohung für die Demokratie in Erwägung gezogen wird.