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Milliardäre
22.12.2022

Wie es Bernard Arnault gelang, Elon Musk als reichsten Mann der Welt abzulösen

Ist jetzt der reichste Mann der Welt: LVMH-Chef Bernard Arnault.
Foto: Peter Foley, dpa (Archivbild)

Raubtier oder Visionär? Als Chef des französischen Luxusgüter-Konzerns LVMH wuchs das Vermögen des Franzosen Bernard Arnault in zehn Jahren um rund 40 Millionen Euro pro Tag.

Bernard Arnault mag es nicht, wenn allzu viele Menschen allzu viel über ihn wissen. Höchst selten gibt der diskrete Unternehmer den französischen Medien Interviews, und das gilt auch für jene Zeitungen und Sender, die ihm selbst gehören. Im Herbst verkaufte er seinen Privatjet, da ein Umweltaktivist in den sozialen Netzwerken über das Konto "Laviondebernard" (Das Flugzeug von Bernard) dessen Bewegungen veröffentlicht hatte. "Jetzt weiß keiner mehr, wo ich bin, weil ich eben Flugzeuge miete“, kommentierte er, nachdem er sich von seiner Luxus-Maschine, die mehrere Wohnräume und eine Küche enthielt, getrennt hatte.

Die Schlagzeilen ganz vermeiden kann der 73-jährige Franzose allerdings nicht. Kürzlich wurde bekannt, dass er der reichste Mann der Welt noch vor dem Unternehmer Elon Musk ist, seit dieser Twitter übernommen hat. Das Wirtschaftsmagazin Forbes bezifferte Arnaults Vermögen auf rund 176 Milliarden Euro. In zehn Jahren ist dieses um fast 140 Milliarden Euro gewachsen – also um knapp 40 Millionen Euro pro Tag. Luxus ist Arnaults Kerngeschäft, und diese Industrie ist, anders als viele andere Branchen, bestens durch die Krisen der vergangenen Jahre gekommen

Zu Arnaults Imperium gehören Dior, Kenzo und Sephora

Der französische Milliardär steht dem Konzern LVMH (Louis Vuitton Moët Hennessy) vor. Insgesamt 75 Marken aus den Bereichen Mode, Schmuck, Uhren, Spirituosen oder Wein gehören ihm inzwischen, darunter Christian Dior, Kenzo, Fendi, Guerlain, Sephora oder Veuve Cliquot. Die jüngsten Errungenschaften aus dem Jahr 2021 sind der US-amerikanische Juwelier Tiffany und – weniger glamourös, aber ebenfalls erfolgreich – die deutsche Sandalen-Firma Birkenstock. 

Auch in die Presse investierte Arnault, der die Übernahmen des Wirtschaftsblatts Les Échos, des Wochenmagazins Investir, der Tageszeitung Le Parisien und des Senders Radio Classique allerdings "eher als Mäzenat" bezeichnete. Reich machten ihn andere Geschäfte.

Aus der nordfranzösischen, einstigen Industriestadt Roubaix stammend, begann Bernard Arnault nach seinem Abschluss an der Elitehochschule École Polytechnique mit 22 Jahren im Bauunternehmen seines Vaters. Diesen brachte er bald dazu, es in ein Immobiliengeschäft umzuwandeln. Nach der Wahl des Sozialisten François Mitterrand zum Präsidenten, der zunächst Kommunisten in seine Regierung holte, ging Arnault für drei Jahre in die USA, wo er eine Tochtergesellschaft aufbaute. Zurück in Frankreich, kaufte er das hoch verschuldete Textilunternehmen Boussac und brach sein Versprechen, Jobs zu bewahren. Vielmehr zog er einen drastischen Sozialplan durch und behielt nur das Pariser Traditionskaufhaus Le Bon Marché und die einträglichste Marke Christian Dior. Der erste Stein für sein späteres Luxus-Imperium war gelegt.

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Ein Bernard Arnault gibt nicht so schnell auf

In den späten 80er Jahren stieg Arnault in den LVMH-Konzern ein, eine Fusion des Herstellers von Edelkoffern und -handtaschen Louis Vuitton, des Champagner-Hauses Moët & Chandon und des Cognac-Produzenten Hennessy. Schließlich übernahm er ihn nach scheinbar endlosen juristischen Scharmützeln, um ihn mit etlichen Akquisitionen zu vergrößern – oft nach zähen Verhandlungen. "Ein wesentlicher Vorzug in unserer Familie ist die Geduld", sagte Arnault einmal. 

Selten gelangte er nicht an sein Ziel wie beim Kampf um die Modemarke Gucci, als er seinem Rivalen François Pinault, Chef des Luxusgüterkonzerns Kering, unterlag, oder beim Versuch, sich des Traditionshauses Hermès zu bemächtigen. Dass Arnault unter einem Deckmantel in das Unternehmen einstieg, brachte ihm heftigen Widerstand von Hermès und eine Strafe von acht Millionen Euro ein.
Episoden wie diese verstärkten sein Image eines skrupellosen Geschäfts-Raubtiers. "Würgeengel" nannte ihn der Journalist Airy Routier in einer nicht autorisierten Biografie. 

Um Geld zu sparen, wollte er auswandern

Bewunderer loben dagegen seine Intelligenz, seinen Fleiß, das strategische Talent. "Er registriert absolut alles und weiß alles, angefangen bei der genauen Zahl verkaufter Taschen", schwärmte einmal Claude Pompidou, Ehefrau des früheren französischen Präsidenten Georges Pompidou. Doch 2013 erfolgte ein öffentlicher Aufschrei, als bekannt wurde, dass sich Arnault um die belgische Staatsbürgerschaft bemühte, um den Reichensteuer-Plänen des sozialistischen Präsidenten François Hollande zu entgehen. Die linke Zeitung Libération wandelte damals auf ihrer Titelseite einen heftig kritisierten Ausspruch des Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy "Hau ab, du armer Depp!" um in "Hau ab, du reicher Depp!". Aufsehen erregte 2016 auch der Dokumentarfilm "Merci, Patron!" (Danke, Chef), in dem der Aktivist und heutige Linkspolitiker François Ruffin ein Ehepaar begleitete, das seine Jobs in einer zu LVMH gehörenden Fabrik verlor, da diese nach Polen ausgelagert wurde.

Es heißt, Arnault mache sich wenig aus dem mondänen Leben, doch in der Welt der Politik und Wirtschaft ist er bestens vernetzt. Ex-US-Präsident Barack Obama empfing ihn im Weißen Haus, Wladimir Putin im Kreml, Präsident Hollande weihte sein Museum "Fondation Louis Vuitton" ein, einen modernen Bau mit herausragenden Kunstausstellungen im Pariser Westen, und Präsident Emmanuel Macron das Pariser Luxus-Kaufhaus La Samaritaine, ein weiteres seiner Großprojekte. 

Arnault, in zweiter Ehe mit einer kanadischen Pianistin verheiratet, ist Kunstliebhaber und spielt auch selbst Klavier – wenn er Zeit hat. Noch immer geht er regelmäßig durch seine Pariser Filialen, besucht Louis Vuitton und Le Bon Marché. Zwar hat jedes seiner fünf Kinder bereits einen Führungsposten innerhalb des weit verzweigten Konzerns inne. Doch ans Aufhören denkt der Patriarch noch nicht: Gerade hat er die Altersgrenze für den Chefposten bei LVMH von 75 auf 80 angehoben. Weitere Coups sind keineswegs ausgeschlossen. 

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