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Ökostrom
14.06.2023

Nachfrage steigt sprunghaft: Die Solarwirtschaft boomt

Nicht nur mehr Windräder, auch mehr Solaranlagen braucht der Freistaat. Die gute Nachricht: Zwei von drei Hausbesitzern wollen investieren.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Die Solarwirtschaft wächst weltweit stark. Nach Ansicht des Branchenverbandes müssen die Anstrengungen aber vervielfacht werden. Die Zahlen halten mit dem Klimawandel nicht mit. Noch nicht.

Die einen wollen vorangehen, die Wirtschaftssektoren endlich im Sinne des Klimaschutzes verändern. Die anderen bremsen, haben Bedenken, wollen warten. Der sich (im Bundestag) mutmaßlich noch einige weitere Runden um das Gebäudeenergiegesetz drehende Konflikt löst gerade bei dem einen oder anderen ein Déjà-vu aus. Und damit zur Lage der Solarwirtschaft in Deutschland. 

Zum Auftakt der Intersolar Europe in München, der weltweit führenden Fachmesse für die Solarwirtschaft, präsentierte der Bundesverband der Branche ein paar Zahlen: Über Pfingsten wurde in Deutschland die dreimillionste Solarstromanlage registriert; zwei Drittel der Immobilieneigentümer wollen sich eine solche anschaffen, jeder Sechste plant dies einer repräsentativen Yougov-Umfrage zufolge in den kommenden zwölf Monaten; die Solarstromspeicher-Nachfrage wächst exponentiell; bis 2030 wird sich der Umsatz mit Photovoltaik-Anlagen und Speichern auf mindestens 30 Milliarden Euro pro Jahr verdoppeln; in den nächsten sieben Jahren rechnet der Bundesverband der Solarwirtschaft (BSW) damit, dass rund 100.000 weitere Jobs entstehen. Und: Der Photovoltaik-Markt in Deutschland wird heuer das siebte Jahr in Folge zweistellig wachsen.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Solarwirtschaft, fordert einen "energiepolitischen Doppelwumms".
Foto: Bundesverband Solarwirtschaft

Bundesverband der Solarwirtschaft: Vom Solarpark bis zum Balkonkraftwerk steigt die Nachfrage sprunghaft

BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig fasst das so zusammen: „Vom großen Solarpark bis zum kleinen Balkonkraftwerk ist die Nachfrage sprunghaft gestiegen." Solartechnik verbessere dabei nicht nur stetig die Klimabilanz des Strommixes. Preiswerte Solarenergie sei inzwischen auch zu einem wichtigen Treiber der Verkehrs- und Wärmewende geworden. Zudem sagt Körnig: "Spätestens durch die jüngste Energiekrise hat sich herumgesprochen, welche großen ungenutzten Energiepotenziale die meisten Dächer bieten. Ein durchschnittliches Eigenheimdach reicht in der Regel aus, um den kompletten Strom-, Wärme- und Mobilitätsbedarf einer vierköpfigen Familie rechnerisch zu decken.“

Die Photovoltaik boomt auch weltweit. Die Internationale Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) erwartet, dass im laufenden Jahr mehr als eine Milliarde Dollar in Solar-Technologien investiert werden: täglich. Zudem geht der BSW davon aus, dass dieses Jahr erstmals 300 Gigawatt an Solar-Leistung zugebaut werden. Die aktuelle Zubau-Rangliste führt China an. Es folgen die USA, Indien, Brasilien und Spanien. Auf Platz sechs steht dann Deutschland, einstmals führender Standort der Solarwirtschaft. Vor zehn Jahren arbeiteten hier bereits 130.000 Menschen in der Photovoltaik- und Solarstromspeicher-Branche, 2022 waren es rund 61.000. 

Solarbranche fordert energiepolitischen "Doppelwumms"

Auch wenn die Zeichen also deutlich auf Wachstum stehen, sagt David Wedepohl, BSW-Geschäftsführer Internationales, halten die Zahlen mit dem Klimawandel nicht mit. Bei allem Optimismus, bei aller derzeitigen Geschwindigkeit müsse man schon darüber nachdenken, wie viel schneller Deutschland hätte sein können. Die Solarstromernte reicht mit dem in Deutschland derzeit installierten Bestand aus, um zehn Prozent des heimischen Strombedarfs klimafreundlich zu decken. Die PV-Strategie der Ampel sieht vor, dass dieser Anteil in den nächsten sieben Jahren auf über 25 Prozent steigen soll. Dazu sollen diverse Marktbarrieren abgebaut und Investitionsbedingungen verbessert werden. Erheblichen Nachholbedarf sieht der Verband etwa für PV-Anlagen auf den Dächern von Gewerbeimmobilien, die in den letzten Jahren "ein Schattendasein" geführt hätten. Das ist allerdings nur ein Detail im großen Ganzen, denn: Wenn das 1,5-Grad-Ziel erreicht werden soll, muss weltweit bis 2030 mehr als viermal so viel an Photovoltaik-Leistung her – und bis 2050 etwa zwölfmal so viel. 

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Damit Deutschland hinterherkommt, braucht es nochmals einen energiepolitischen "Doppelwumms", meint Körnig. Es fehle nicht zuletzt an Fachkräften, um die Deutschland mit den anderen Industriestaaten konkurriert. Zudem müsse die Europäische Union den Vereinigten Staaten beim Inflation Reduction Act mehr entgegensetzen. Die USA fördern mit diesem Gesetz nachhaltige Energien in großem Stil und locken Unternehmen. 

Als Deutschland vor Jahren in der Solartechnik führend war, als es viel Widerstand gegen den Ausbau alternativer Energien gab, da habe es politische Fehlentscheidungen gegeben, sagt Körnig. "Das haben andere genutzt, die dann durchgestartet sind und die industriepolitischen Früchte geerntet haben. Jetzt ist es umso sportlicher, das wieder aufzuholen." 

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