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Pestizide
10.10.2023

Jedes dritte Getreideprodukt im Supermarkt ist mit Pestiziden belastet

Ein Drittel der Getreideprodukte in Europa ist mit Pestizid-Rückständen belastet. Zu diesem Ergebnis kommt ein heute veröffentlichter Bericht der Verbraucherorganisation Foodwatch.
Foto: Jan Woitas, dpa (Symbolbild)

Ein Drittel der Getreideprodukte in Europa ist laut Foodwatch mit Pestiziden belastet. Die Verbraucherorganisation fordert Supermärkte auf, ihr Sortiment umzustellen.

Mehl, Brot oder Haferflocken: Ein Drittel der Getreideprodukte in europäischen Supermärkten ist mit Pestizid-Rückständen belastet. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Bericht der Verbraucherorganisation Foodwatch. Als zweitgrößter Getreideproduzent der Welt habe die Europäische Union eine Verantwortung gegenüber der Landwirtschaft und Verbrauchern, der sie nicht nachkommt, kritisiert Jürgen Rohwedder, Geschäftsführer von Foodwatch International. Neben Umweltschäden und negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt bergen Pestizide auch ein Gesundheitsrisiko. Da die Organisation in naher Zukunft jedoch mit keinen entsprechenden Vorgaben der EU rechnet, wendet sie sich nun mit ihren Forderungen an die europäischen Handelskonzerne.

"In ihren Marketingkampagnen propagieren Rewe, Aldi & Co. den Schutz der Umwelt und Biodiversität. Was die Supermärkte gerne verschweigen: Bei der Herstellung von Brot, Haferflocken und anderen Getreideprodukten kommen oftmals gefährliche Pestizide wie Glyphosat zum Einsatz – mit gravierenden Folgen für Umwelt, Klima und Artenvielfalt", erklärt Annemarie Botzki von Foodwatch. "Die Supermärkte sollten ihre Marktmacht nutzen und nur noch pestizidfreie Getreideprodukte verkaufen – das würde den Pestizideinsatz in Deutschland auf einen Schlag halbieren. Wenn unser tägliches Brot pestizidfrei wäre, dann wäre das ein Riesenschritt hin zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Landwirtschaft."

Brot und Haferflocken besonders stark mit Pestiziden belastet

In ihrer Analyse von Daten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stellte die Verbraucherorganisation fest, dass etwas mehr als ein Drittel aller Proben Pestizid-Rückstände enthielten. Dabei wurde unverarbeitetes Getreide sowie verarbeitete Getreideprodukte wie Brot und Haferflocken untersucht. Die belasteten Proben wiesen Rückstände von 65 verschiedenen chemischen Pflanzenschutzmitteln auf. Eines davon: Glyphosat. 2015 hatte die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), ein Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Pflanzenschutzmittel als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft. Eine neue Auswertung der EFSA bewertet das Mittel hingegen als unkritisch.

Die Getreideproduktion trägt wesentlich zum übermäßigen Pestizideinsatz bei. Allein auf Weizen und Gerste entfallen 45 Prozent des Pestizideinsatzes in der EU.
Foto: Foodwatch

Vor allem verarbeitete Produkte fielen in der Analyse negativ auf. Zwar überschritt lediglich eine geringe Anzahl der Proben die Höchstmenge für Pestizid-Rückstände, jedoch berge die schiere Zahl unterschiedlichster Pestizide bereits ein Gesundheitsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher. Rohwedder spricht von einem "Cocktail-Effekt", der langfristig zum Problem werden könne und etwa das Krebsrisiko erhöhe. 

Foodwatch kritisiert EU und Supermärkte

Daher sei es nicht nur im Sinne der Kunden, dass sich etwas ändert, so der Geschäftsführer. Auf EU-Ebene blockiere jedoch die Europäische Volkspartei (EVP) unter Manfred Weber jegliche Bemühungen die Pestizid-Richtlinien zu verändern, sagt Rohwedder. Um einen schnelleren "Pestizidausstieg" zu schaffen, sollen daher die Supermärkte ihre Marktmacht nutzen. Deutsche Supermärkte setzen zwar vermehrt auf Bio-Produkte, die in der Regel pestizidfrei sind, besäßen aber keine sonstigen Strategien, um den Pestizideinsatz zu verringern. Da Bio-Produkte lediglich einen Marktanteil von knapp sieben Prozent ausmachen, sei dies aber nicht ausreichend. Ein Positivbeispiel sei der Schweizer Einzelhändler Migros, der sich für eine pestizidfreie Getreideproduktion einsetzt.

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Die Getreideproduktion trägt wesentlich zum übermäßigen Pestizideinsatz in Deutschland und der EU bei, kritisiert Foodwatch. Allein auf Weizen und Gerste entfallen 45 Prozent des Pestizideinsatzes in Deutschland und mehr als 60 Prozent der bundesweit gespritzten Fläche. Europaweit werden etwa 50 Prozent der Ackerflächen, also insgesamt 52 Millionen Hektar, für den Anbau von Getreide wie Weizen und Mais genutzt. Das entspricht nahezu der Fläche Frankreichs. 

Foodwatch hat nun eine internationale Online-Petition gestartet, die Einzelhändler wie Aldi, Edeka, Albert Heijn und Carrefour auffordert, bis 2025 nur noch pestizidfrei hergestellte Getreideprodukte zu verkaufen. Die Supermärkte sollen jedes Jahr Daten veröffentlichen, die zeigen, welche Produkte ohne Pestizide hergestellt werden und welche nicht. 

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