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Umfrage
25.04.2022

Firmen verschieben wegen hoher Energiepreise Investitionen

Wegen der stark steigenden Energiepreise verschieben laut einer Umfrage viele Firmen Investitionen - und müssen Preise erhöhen.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Die Kostenexplosion bei Energie macht bereits heute vielen Unternehmen zu schaffen. Für die Kunden dürfte das vor allem auf steigende Preise hinaus laufen.

Wegen der stark steigenden Energiepreise verschieben viele Firmen Investitionen und müssen Preise erhöhen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen.

Ergebnisse lagen der Deutschen Presse-Agentur vor. Rainer Kirchdörfer, Vorstand der Stiftung, sagte, Deutschland habe in der Energiepolitik dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, bereits vor der jetzigen Krise. "Wir benötigen eine Politik, die diese Wettbewerbsverzerrung korrigiert und den Höhenflug der Energiepreise stoppt."

Laut Umfrage des Ifo-Instituts sind von der Kostenexplosion bei Energie 40 Prozent der Firmen schon jetzt voll betroffen. Da sich viele Unternehmen durch langfristige Lieferverträge abgesichert hätten, schlage der Preisanstieg nicht überall sofort durch. Ein Viertel der Unternehmen gab demnach an, die Hauptbelastung durch höhere Energiepreise im zweiten Halbjahr dieses Jahres zu erwarten. Ein weiteres Viertel der befragten Firmen rechne damit 2023.

Knapp 90 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, sie müssten als Gegenmaßnahme wahrscheinlich die Preise erhöhen. Drei Viertel wollen Investitionen in Energieeffizienz ausbauen.

Rund 46 Prozent der Unternehmen sagten, dass sie Investitionen verringern wollen. Nur ein kleiner Teil der Unternehmen wolle Betriebsstätten ins Ausland verlagern. 11 Prozent denken laut Umfrage darüber nach, energieintensive Geschäftsfelder ganz aufzugeben - 14 Prozent erwägen einen Arbeitsplatzabbau in Deutschland. An der Umfrage nahmen laut Stiftung 1100 Firmen teil, davon 950 Familienunternehmen.

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25.04.2022

Konsequenzen der Preissteigerungen initiiert durch den Ukraine Krieg. Ob bei Energie , Materialkosten oder auch beim privaten Verbrauch. Die Sanktionspolitik mit immer neuen Ideen - wie 6. Paket in Vorbereitung verkündet Brüssel stolz. Hilft zwar der UA nicht, aber man hofft , RU zu schaden. Die Folgen werden sich erst mittelfristig zeigen - private sowie Investitionen von Firmen werden zurück gestellt oder gestrichen, wenn nicht unbedingt erforderlich. Die Gefahr besteht, dass Arbeitsplätze langfristig verloren gehen oder Firmen gar ganz zusperren. Wer beauftragt denn jetzt noch den Bau eines Hauses bei monatlich steigenden Materialkosten - und Fixpreise können nicht mehr angeboten werden. Für Ausrüstungen sind lange Lieferzeiten incl Preissteigerungen zu erwarten; wie soll man da kalkulieren. Moralisch "hochstehende" Menschen denken da natürlich anders. Hilft nur nicht in der realen Welt.

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