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Fleischindustrie
06.06.2024

Die Krise der Schlachthöfe

In Buchloe betreibt Vion den größten Rinderschlachtbetrieb in Schwaben.
Foto: Vion

Plus Vion, die Nummer drei der Schlachtbetriebe in Deutschland, will sich komplett von seinem wichtigsten Markt zurückziehen. Das erschüttert die Branche und hat Folgen für die Region.

Die Fleischindustrie in Deutschland ist seit Jahren in der Krise. Mit der Ankündigung von Vion, der Nummer drei der deutschen Schlachter, sein komplettes Deutschlandgeschäft verkaufen zu wollen, hat der Umbruch einen neuen Höhepunkt erreicht. Das Unternehmen teilte mit, sich künftig auf seine Geschäfte in den Beneluxstaaten konzertieren zu wollen. Den Schritt begründet Vion in einer Pressemitteilung unter anderem mit einem sich "wandelnden Marktumfeld" und "starker Konkurrenz aus Nicht-EU-Ländern". 

Der Fleischkonsum in Deutschland geht seit Jahren zurück. 51,6 Kilogramm hat jeder Deutsche im vergangenen Jahr laut der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Durchschnitt gegessen – zwölf Prozent weniger als noch im Jahr 2019 (58,5 Kilogramm pro Kopf). Parallel dazu sinkt auch die Fleischproduktion. Allein im vergangenen Jahr schrumpfte sie um vier Prozent auf 6,8 Millionen Tonnen. Nach einem Höchststand im Jahr 2016 (8,25 Millionen Tonnen) war es das siebte Jahr in Folge mit teils kräftigen Einbußen.

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