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Lehrstellenoffensive
22.02.2024

Medizin trifft auf Handwerk: Das macht ein Orthopädieschuhmacher

Emilian Sempfle macht die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher. Er arbeitet bei Stefan Müller Orthopädie-Schuhtechnik in Aichach.
Foto: Felicia Straßer

Emilian Sempfle macht eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher. Seine Aufgabe ist es, Menschen das Laufen zu erleichtern. Dabei lernt er ständig etwas Neues.

Emilian Sempfle hat in viele Berufe hineingeschnuppert. Er machte Praktika als Bäcker, als Dachdecker, als Schreiner. Am Ende überzeugte ihn sein Praktikum als Orthopädieschuhmacher. "Als ich meinen Freunden davon erzählt habe, wussten die nicht, was ich da mache", sagt der 17-Jährige. "Der Beruf ist relativ unbekannt", sagt auch sein Ausbilder Stefan Müller. Er ist der Geschäftsführer des Fachhandels Stefan Müller Orthopädie-Schuhtechnik in Aichach, in welchem Sempfle ausgebildet wird. Trotz der Unbekanntheit des Berufs habe Müller immer wieder Auszubildende. Sempfle selbst kam über seine Familie auf den Beruf. Denn mehrere seiner Verwandten brauchen Einlagen für ihre Schuhe von einem Orthopädieschuhmacher. Nach zwei Praktika stand fest, dass er den Beruf erlernen würde.

Und es gibt viel zu lernen. Egal ob Schuheinlagen, Bandagen oder Kompressionsversorgung – mit allem muss Emilian Sempfle sich am Ende seiner Ausbildung auskennen. In der Berufsschule lernt er den Aufbau des Fußes, welche Knochen sich darin befinden, welche Krankheitsbilder es gibt und vieles mehr. Es gibt dort auch praktische Teile wie die Schuhreparatur. Und natürlich die üblichen Fächer wie Mathematik, Deutsch und Englisch. Die Berufsschule ist in München. Sie ist die einzige in ganz Bayern, die Orthopädieschuhmacher ausbildet.

Der erste Schritt für den Orthopädieschuhmacher: ein Probeschuh

In seinem Ausbildungsbetrieb habe Sempfle anfangs viel zuschauen dürfen. Mittlerweile sei er selbst in der Werkstatt tätig. Am liebsten fertige er einen Probeschuh an. Dies ist ein transparenter Schuh, den der Kunde zur Kontrolle der Passgenauigkeit anzieht. Der Orthopädieschuhmacher kann dann sehen, wo noch Änderungsbedarf besteht. Um einen Probeschuh anzufertigen, spannt Sempfle in eine Vakuumpresse eine Folie ein. Diese erhitzt er mit den oben angebrachten Wärmelampen. Wichtig: Die Folie darf nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. "Sonst platzt sie", sagt Sempfle. Das gebe dann einen lauten Knall. Diese Fehler passierten bei der Arbeit jedem einmal, oft könne man die Folie trotzdem noch verwenden. Trotzdem versucht Sempfle natürlich, solche Ungeschicke zu vermeiden.

Hat die Folie die richtige Temperatur erreicht, drückt er sie herunter auf einen Holzfuß mit vorgefertigter Sohle. So entsteht die transparente Fußhülle. "Einen Probeschuh anzufertigen, dauert ungefähr 20 Minuten", sagt Sempfle. 

Der zweite Schritt: Anfertigen des Maßschuhs

Kunden, die einen Maßschuh brauchen, kommen laut Stefan Müller meist dreimal in sein Geschäft. Am ersten Termin werde der Fuß ausgemessen, beim zweiten Termin werde der Probeschuh angezogen, und beim dritten Termin sei der fertige Schuh bereit zur Abholung. Es gibt unterschiedliche Gründe, weshalb Menschen einen Maßschuh brauchen. Ein Beispiel ist laut Müller der Hallux valgus, auch Ballenzehe genannt. Bei dieser häufig vorkommenden Fehlstellung zeige der große Zeh verstärkt nach innen zu den anderen Zehen. Mit einem Maßschuh könne man dies zwar nicht zurückbilden, aber er bringe den Prozess zum Stillstand. Außerdem können Betroffene so trotz der Fehlstellung schmerzfrei laufen. Zu Müller kämen Kunden jeden Alters. Zwar seien ältere Menschen etwas stärker vertreten, aber auch Kinder hätten manchmal Fehlstellungen. Emilian Sempfle freut sich schon darauf, wenn er selbst Kunden betreuen kann. Das dauert allerdings noch ein wenig. Bisher sei er hauptsächlich in der Werkstatt tätig.

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Mit Maßschuhen ist es in der Orthopädie-Schuhtechnik außerdem noch nicht getan. Es gibt auch Einlagen, die helfen, Fußfehlstellungen zu korrigieren oder Fußbeschwerden zu lindern. Menschen, die nach einer Verletzung eine Bandage brauchen, kommen ebenfalls in Müllers Geschäft. Auch wer unter Lipödem leidet, erhält dort passende Kompressionsstrümpfe. "Wir halten viel Rücksprache mit den behandelnden Ärzten", sagt Müller. Das helfe, den Kunden bestmöglich zu versorgen.

Aufstiegsmöglichkeiten zum Meister oder im Studium

Um den Beruf ausüben zu können, braucht man laut Sempfle handwerkliches Geschick. "Man muss Spaß an der Arbeit haben", sagt er. Und es solle einen nicht stören, eine Zeit lang mit der gleichen Arbeit beschäftigt zu sein. Wobei Sempfle seinen Beruf auch als abwechslungsreich beschreibt. In der Ausbildung lerne er immer wieder Neues, was ihn auch vor Herausforderungen stellt. Das wecke seinen Ehrgeiz. 

Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher dauert insgesamt dreieinhalb Jahre. Voraussetzung ist ein qualifizierter Mittelschulabschluss. Die Vergütung liegt im ersten Ausbildungsjahr bei mindestens 649 Euro brutto im Monat, im zweiten Jahr bei 766 Euro, im dritten bei 876 Euro und im vierten bei 909 Euro. Nach der Ausbildung gibt es die Möglichkeit, den Meister zu machen oder Technische Orthopädie zu studieren. 

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