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Nasa-Ankündigung

05.02.2018

Asteroid flog am Sonntag nah an der Erde vorbei

Videostandbild aus einer Nasa-Animation: Asteroid 2012 TC4 (vorn) beim Vorbeiflug an der Erde. Auch 2012 TC4 flog sehr nah an der Erde vorbei.
Bild: NASA/JPL-Caltech, dpa (Archivbild)

Ein Asteroid ist nach Angaben der US-Raumfahrtagentur Nasa am vergangenen Sonntag relativ nah an der Erde vorbeifliegen. Besteht dadurch eine Gefahr?

Der Himmelskörper namens "2002 AJ129" werde am 4. Februar um 22.30 Uhr MEZ in rund 4,2 Millionen Kilometern Entfernung an der Erde vorbeirauschen, teilte die Nasa mit. Das entspricht etwa der zehnfachen Distanz zwischen Erde und Mond. Eine Gefahr für unseren Planeten bestehe nicht. Mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer sei der 2002 von einer Beobachtungsstation auf Hawaii aus entdeckte Asteroid mittelgroß.

Asteroid fliegt an Erde vorbei - und kehrt erst 2079 zurück

Der 2002 erstmals entdeckte Asteroid, der Anfang Februar 2018 nah an der Erde vorbeifliegen soll, ist nicht der erste Himmelkörper, der der Erde nahe kommt. Der Asteroid 2012 tc4 zum Beispiel ist am 12. Oktober 2017 in 44.000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbeigefolgen. Detlef Koschny von der Europäischen Raumfahrtagentur Esa sagte, das sei wie berechnet pünktlich passiert. Demnach kam der Asteroid um 7.41 Uhr bis zu 44.000 Kilometer an die Erde heran.

Detlef Koschny teilte mit, dass nun Daten ausgewertet werden. Unter anderem soll untersucht werden, aus welchem Material der Asteroid besteht. Das nächste Wiedersehen mit Asteroid 2012 tc4 wird es 2079 geben. Laut Esa gibt es eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass er die Erde dann treffen könnte. Nach aktuellsten Berechnungen liege die bei 1:15.000.

Was können wir tun, wenn ein Asteroid der Erde doch gefährlich wird?

Nähert sich ein großer und potenziell gefährlicher Asteroid oder anderer Himmelskörper der Erde, hat man nach Einschätzung von Experten mit den aktuellen Kontrollmöglichkeiten in der Regel mehrere Jahre bis Jahrzehnte Vorlaufzeit, um Schutzmaßnahmen zu treffen. "Die naheliegende Option wäre ein kinetischer Impakt", sagt Rüdiger Jehn vom Europäischen Raumflugkontrollzentrum. Das heißt, dass man den Asteroiden mit einem anderen Objekt kollidieren lässt, um ihn von seiner Bahn abzulenken. (dpa/AZ)

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