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HIV und Aids

09.03.2015

Bei vielen Frauen ist HIV zu spät erkannt worden

Trotz gleichbleibender Infektionszahlen, gibt es immer mehr Menschen, die von ihrer HIV-Ansteckung nichts wissen. Die Deutsche AIDS-Hilfe will diesem Trend entgegenwirken.
Bild: Inga Kjer (dpa)

Viele Frauen in Deutschland denken zu selten daran, dass sie sich mit HIV infiziert haben könnten. Die Deutsche Aids-Hilfe kritisierte, dass viele Ärzte zu selten auf HIV testen.

Anlässlich des Internationalen Frauen-Tags hat die Deutsche Aids-Hilfe darauf hingewiesen, dass viele Frauen HIV unterschätzen. Weil auch viele Ärzte trotz deutlicher Symptome keinen HIV-Test empfehlen, wird die Krankheit bei Frauen oft viel zu spät erkannt. Oft haben sie bereits das Vollbild Aids, wenn die Infektion festgestellt wird. In diesem Stadium ist die Infektion sehr schwer zu behandeln.

Frauen werden in der Regel nur während einer Schwangerschaft auf HIV getestet. Bei Urlaubsflirts oder vergleichbaren Begegnungen denken Frauen gar nicht an das Risiko einer HIV-Infektion. Weil sie zu keiner Risikogruppe gehören, fällt es auch Ärzten oft schwer, das Thema Aids anzuschneiden. Sylvia Urban vom Vorstand der Deutschen Aids-Hilfe ruft alle Ärzte dazu auf, sich zum Thema HIV-Symptome fortzubilden und bei Verdachtsfällen auch bei Frauen einen HIV-Test zu empfehlen.

Bei Aids ist das Immunsystem nicht mehr heilbar

Das HI-Virus schwächt das Immunsystem. Typisch ist unter Anderem eine deutliche Gewichtsabnahme. Ohne Therapie können sich schwere Folgeerkrankungen bilden, darunter Tumore, Gürtelrosen und Tuberkulose. Die Folgeerkrankungen von HIV können zwar wieder ausheilen, doch beim Vollbild Aids kann sich das menschliche Immunsystem nicht mehr von HIV erholen. Deshalb bedeutet Aids immer weniger Lebensqualität und eine geringere Lebenserwartung. dpa/sh

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