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Alzheimer

28.02.2017

Demenz lässt sich nicht heilen - aber jeder kann vorbeugen

In Deutschland haben 1,6 Millionen Menschen eine Demenz-Erkrankung, die meisten unter ihnen sind an Alzheimer erkrankt. Ein Heilmittel gibt es nicht.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand/Illustration (dpa)

Demenz in hohem Alter ist nichts Außergewöhnliches. Aktuellen Hochrechnungen zufolge ließe sich aber jede dritte Erkrankung durch frühzeitiges Vorbeugen vermeiden.

Demenz und Alzheimer - das klingt nach Alte-Leute-Krankheiten, um die man sich als junger Mensch noch nicht kümmern muss. Und wer gelegentlich Dinge vergisst, muss sich ebenfalls keine Sorgen machen, das ist normal.

Trotzdem erkranken viele Menschen im Laufe ihres Lebens an Demenz. In Deutschland haben 1,6 Millionen Menschen eine Demenzerkrankung, die meisten unter ihnen sind an Alzheimer erkrankt. Ein Heilmittel gibt es nicht.

Aktuellen Hochrechnungen zufolge ließe sich aber jede dritte Erkrankung durch frühzeitiges Vorbeugen vermeiden. Zum Beispiel, indem derjenige jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt, sich um einen fordernden Job bemüht, gesund isst und nicht raucht.

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Bewegung, Nikotinverzicht und eine gesunde Ernährung etwa beugen Stoffwechsel- und Gefäßerkrankungen vor, erklärt die Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Das wirke sich auch aufs Gehirn aus, denn diese Erkrankungen fördern neurodegenerative Prozesse - also den Verlust von Nervenzellen. 

Umgekehrt bleibt das Gehirn fit, wenn der Geist regelmäßig stimuliert wird - zum Beispiel durch ein anspruchsvolles Buch oder einen fordernden Job, in dem man seine Aufgaben selbst plant. 

Demenz: Bewegung, Nikotinverzicht und gesunde Ernährung helfen bei der Vorbeugung

Wer genetisch bedingt ein erhöhtes Risiko hat, an Demenz zu erkranken, kann dieses Risiko durch einen gesunden Lebensstil womöglich sogar ausgleichen. In einer Studie mit 6619 Patienten über 75 Jahren entwickelten Patienten mit einer bestimmten Genvariante deutlich häufiger Alzheimer. Jene, die sich viel bewegten, erkranten dagegen seltener. Besonders häufig betroffen war, wer die Genvariante in sich trug und sich auch noch wenig bewegte. Die Autoren gehen davon aus, dass genetisch vorbelastete Menschen besonders von einem aktiven Lebensstil profitieren.

Daneben ist der DGPPN zufolge wichtig, dass Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen gut behandelt werden. Je schlechter zum Beispiel ein Diabetiker mittleren Alters eingestellt ist, desto höher ist sein Risiko, später dement zu werden.  (AZ)

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