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Deepwater Horizon

22.04.2015

Die BP-Ölkatastrophe ist noch lange nicht vorbei

April 2010: Die brennende Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko.
Bild: US Coast Guard (dpa)

Vor fünf Jahren ist die BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" explodiert. Die unmittelbaren Folgen waren elf Tote, ein riesiger Ölteppich, und ein PR-Desaster. Die Katastrophe dauert an.

Direkt nach der Explosion der BP-Bohrinsel "Deepwater Horizon" vor fünf Jahren schwamm ein Ölteppich von der Größe Jamaikas im Meer. Heute lassen sich immer noch Teer-Klumpen an der Küste Lousianas aufsammeln. Welche späten Folgen die Öl-Katastrophe noch mit sich bringen wird, ist auch fünf Jahre nach dem "Deepwater Horizon"-Unglück unklar.

Massive Umweltverschmutzung nach Ölkatastrophe

Denn die Explosion der Bohrinsel hat Folgen in Ausmaßen mit sich gebracht, die davor vielleicht niemand geahnt hatte. Die "P&J Oyster Company" zum Beispiel, ein Familienbetrieb mit 139 Jahren Erfahrung, wurde von dem Unglück von "Deepwater Horizon" aus der Bahn geworfen. Statt eifrigem Hochbetrieb herrscht dort nun morgendliche Stille. Al Sunseri knackt alleine Muscheln in einer Halle. Die Ölkatastrophe hat durch die Verunreinigung der Gewässer viele Menschen den Lebensunterhalt gekostet.

"Deepwater Horizon" brannte 36 Stunden, bevor das Metallgebilde im ebenfalls brennenden Meer versank: Gas hatte auf der schwimmenden Bohrplattform erst eine Explosion, dann einen Großbrand ausgelöst. Elf der 126 Arbeiter auf der Bohrinsel kamen ums Leben. Der Ölteppich, der die folgenden Wochen das Meer verunreinigte, verklebte die Küste und tötete zahlreiche Tiere. Noch immer muss der Golf von Mexiko gereinigt werden. BP und die US-Regierung streiten über den Erfolg bisheriger Maßnahmen. dpa/sh

Am 22. April 2010 versank die Ölplattform "Deepwater Horizon" nach einer Explosion in den Fluten. Der Beginn einer Öl-Katastrophe.
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Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Bild: dpa/Reuters
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