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Studie

17.09.2016

Forscher: E-Zigarette soll beim Rauchenstopp helfen

E-Zigaretten sollen laut einer Studie dabei helfen, dass Menschen mit dem Rauchen aufhören.
Bild: Friso Gentsch/Archiv (dpa)

Experten diskutieren schon lange, ob die E-Zigarette eher nützlich oder schädlich für Raucher ist. Kann sie sogar helfen, mit dem Rauchen aufzuhören?

Um die E-Zigarette dreht sich seit jeher eine Diskussion: Ist sie schädlich - oder sogar nützlich? Britische Wissenschaftler sind nur zu dem Ergebnis gekommen, dass das "Dampfen" von elektrischen Zigaretten Rauchern dabei helfen kann, sich von "echten" Zigaretten zu trennen. Dabei konzentrieren sie sich vor allem auf die Vorteile, die die E-Zigarette gegenüber herkömmlichen Zigaretten mit Tabak hat. Dies ist das Ergebnis ihrer Studie.

Kein Tabak mehr rauchen: E-Zigarette soll dabei helfen

Die Forscher des Londoner University College kommen in ihrer Studie zu der Schätzung, dass im Jahr 2015 etwa 18.000 Menschen durch die E-Zigarette mit dem Rauchen von Tabak aufgehört haben. Das bestätigt die Verfechter der Ansicht, dass die E-Zigarette mit ihren Liquiden gerade im Kampf gegen die für den menschlichen Körper schädlicheren Zigaretten mit Tabak ein nützliches Instrument sein könnte. Doch nach wie vor ist die elektrische Zigarette mit ihren Vor- und Nachteilen zu wenig erforscht.

Nach Angaben des "Tagesspiegel" haben die Forscher im Fachblatt "BMJ" von ihrer Datenauswertung berichtet, die zusammen mit Informationen des Nationalen Gesundheitsdienstes darauf schließen lässt, dass das "Dampfen" von E-Zigaretten beim Rauchstopp helfen kann. Auch wenn die Zahl derjeniger, die dank der E-Zigarette auf Tabak verzichtet haben, nicht groß sei - bei diesen Menschen hilft das Dampfen. Ein 40-Jähriger, der das Rauchen von Tabak aufgibt, gewinnt neun zusätzliche Lebensjahre im Vergleich zu Menschen, die weiterrauchen. So lautet das Argument der Wissenschaftler.

Mangel an Studien: E-Zigarette noch kaum erforscht

Zur Zeit werden mehrere Studien zur E-Zigarette durchgeführt. Denn einiges ist noch unklar, die Wissenschaft ist geteilter Meinung über Vor- und Nachteile. Da in E-Zigaretten Flüssigkeiten verdampft und die entstehenden Dämpfe eingeatmet werden, entstehen hier anders bei der "normalen" Zigarette keine krebserzeugenden Verbrennungsprodukte wie etwa Teer. Deshalb gehen einige Forscher davon aus, dass diese Art von Rauchen weniger gefährlich ist.

Doch nicht nur die krebserregenden Stoffe in herkömmlichen Zigaretten sind eine Gefahr. Auch die aromatisierten Flüssigkeiten der E-Zigarette können mit Nikotin versetzt sein, die Sucht zum Qualmen kann als Sucht zum Dampfen bleiben. In Deutschland wird befürchtet, dass die E-Zigarette mit ihren fruchtig-süßen Aromen und bunten Designs Kinder und Jugendliche stärker zum Rauchen motivieren könnte als die herkömmliche Variante. sh

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