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HIV und Aids

09.04.2015

Immuntherapie: Antikörper reduzieren HIV im Blut

HIV bekämpfen oder sogar eine Infektion verhindern - das soll durch eine Immuntherapie möglich werden.
Bild: Oliver Berg (dpa)

Eine neue Studie hat sich mit der Wirksamkeit von Immuntherapien bei HIV befasst. Eine bestimmte Art von Antikörpern kann demnach die Zahl der HI-Viren im Blut reduzieren.

Eine Studie im Fachmagazin Nature hat sich mit der Wirksamkeit von Immuntherapien bei HIV auseinandergesetzt. Während Therapien mit Antikörpern bei bestimmten Krebsarten bereits erfolgreich getestet worden sind, haben erste Tests von monoklonen Antikörpern als Therapie gegen HIV bislang enttäuschende Ergebnisse geliefert. Eine neue Methode zur Zellklonung könnte jetzt auch die erfolgreiche Immuntherapie bei HIV und Aids ermöglichen.

HIV im Blut reduzieren mithilfe von Antikörpern

Polyklone Antikörper kommen im menschlichen Körper natürlich vor, monoklone Antikörper dagegen sind von Menschenhand gemacht. Da inzwischen eine neue Methode zur Klonung entwickelt worden ist, gibt es eine neue Generation von solchen Antikörpern, deren Neutralisierungsfähigkeit gegen HI-Viren stärker ausgeprägt und weiter gefächert ist. Die monoklonen Antikörper haben in Tests mit Mäusen und Primaten der Infektion mit HIV vorgebeugt und die Verbreitung der Viren im Körper verhindert.

In einem ersten Versuch, einen menschlichen HIV-Träger mithilfe der Immuntherapie zu behandeln, konnten die Antikörper erneut vor einer Infektion schützen und die Konzentration von HI-Viren im Körper eindämmen. Die Antikörper wurden von den Probanden körperlich gut angenommen. Eine 30 mg Konzentration je Kilogramm konnte die Zahl der Viren im Blut reduzieren. Die verringerte Menge von Viren vermehrte sich 28 Tage lang nicht. Für die Forscher ist das ein deutliches Anzeichen dafür, dass HIV und Aids mithilfe dieses monoklonen Antikörpers effektiv in einer Immuntherapie behandelt werden können. sh

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