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Ernährung und Gesundheit

30.11.2011

Schon wenig Alkohol lässt Krebsrisiko steigen

Alkohol.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung warnt vor geringen Alkoholmengen. Mit jedem Glas Alkohol steige das Krebsrisiko.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist auf ihrer Internetseite mit Nachdruck darauf hin, dass Männer nicht mehr als 20 Gramm Alkohol und Frauen nicht mehr als 10 Gramm Alkohol pro Tag aufnehmen sollten. Laut der DGE stecken 10 Gramm Alkohol, zum Beispiel in einem Glas Bier, Wein oder Schnaps. Würde diese Menge nicht überschritten, wären zahlreiche Krebsfälle vermeidbar. Bei Männern könnten so 90 Prozent und bei Frauen 50 Prozent der alkoholbedingten Krebskrankheiten und Krebstodesfälle verhindert werden. Das sind etwa 720 000 Krankheitsfälle und 430 000 Todesfälle weltweit. Zur Krebsprävention ist es also am besten gar keinen Alkohol zu trinken, rät die DGE.

Das Risiko für Kehlkopfkrebs ist etwa um 150 Prozent, das für Dickdarm- und Brustkrebs um 50 Prozent und für Bauchspeicheldrüsenkrebs um 20 Prozent erhöht. Auch bei geringem Alkoholkonsum von einem Drink pro Tag wird das Risiko für bestimmte Krebskrankheiten um 20 bis 30 Prozent für Mund-, Rachen- und Speiseröhrenkrebs erhöht, heißt es in dem Bericht weiter.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung besteht bei allen untersuchten Krebslokalisationen eine Dosis-Wirkungsbeziehung: Je mehr getrunken wird, desto mehr steigt das Risiko. Das Brustkrebsrisiko beispielsweise steige bei 10 Gramm Alkohol pro Tag um jeweils 7 Prozent.

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Bei  der Schwangerschaft ist Alkohol zu vermeiden

Laut Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr werden derzeit 20 Gramm Alkohol pro Tag für gesunde Männer und 10 Gramm pro Tag für gesunde Frauen als noch tolerierbare Mengen angesehen. Dabei ist die Angabe keinesfalls als Empfehlung zu verstehen, täglich Alkohol zu trinken, warnt die DGE. Während der Schwangerschaft oder Stillzeit sollten Frauen grundsätzlich keinen Alkohol trinken, um ihr Kind keinen unnötigen Gesundheitsrisiken auszusetzen. Kinder, Jugendliche, Suchtgefährdete, Personen mit Leberschäden sowie Personen, die Arzneimittel einnehmen, sollten ebenfalls keinen Alkohol trinken.

Risiken durch Alkoholkonsum

Egal ob Bier, Wein oder Spirituosen – Alkoholkonsum zählt laut Weltgesundheitsorganisation zu den zehn weltweit bedeutendsten Gesundheitsrisiken. Auch wenn moderatem Alkoholkonsum ein risikosenkender Effekt auf Herz-Kreislauf-Krankheiten zugeschrieben wird, kann Alkohol nicht zur Prävention empfohlen werden, da insgesamt die negativen Wirkungen auf die Gesundheit überwiegen. Regelmäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die Muskelleistung, schädigt Nerven und Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse, begünstigt die Entstehung von Übergewicht sowie psychische Störungen und Krebskrankheiten ist auf der Internetseite der DGE zu lesen. In Bezug auf das Suchtpotenzial und den Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und bestimmten Krebskrankheiten kann keine regelmäßige Alkoholmenge als gesundheitlich unbedenklich bezeichnet werden. AZ

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