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Raumfahrt

10.06.2018

Schwierige Mission: Esa fliegt im Oktober zum Merkur

Ein Airbus-Ingenieur in Darmstadt geht in den abgesperrten Montagebereich der Raumsonde "BepiColombo".
Bild: Andreas Arnold, dpa

Die Geheimnisse des Merkurs will die Weltraumorganisation Esa mit ihrer bisher schwierigsten Mission lüften. Sieben Jahre dauert die Reise bis zur Ziel-Umlaufbahn.

Die europäisch-japanische Raumsonde BepiColombo startet am 19. Oktober vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana zum kleinsten und unbekanntesten Planeten unseres Sonnensystems. Sieben Jahre dauert die Reise bis zur Ziel-Umlaufbahn. BepiColombo fliegt dabei unter anderem sechsmal am Merkur vorbei, um zu entschleunigen und nicht auf die Sonne zu fallen.

Raumsonde steht bereits an ihrem Startplatz

Die 6,40 Meter hohe und 4,1 Tonnen schwere Raumsonde steht bereits am Raketenstartplatz. Eine originalgetreue Kopie von BepiColombo kann im Science-Museum in London besichtigt werden. Das dritte Modell - ein Testmodell - befindet sich im Raumflugkontrollzentrum Esoc in Darmstadt und wird genutzt, um die Missionsabläufe am Boden zu simulieren. "Es sieht für uns so aus, als ob es fliegt", sagte der Leiter des Esa-Missionsbetriebs, Paolo Ferri. Nach einer ungewöhnlich langen Vorbereitungszeit von fast 20 Jahren habe jetzt die heiße Phase vor dem Start begonnen. "Ein einziger Fehler könnte die ganze Mission zum Scheitern bringen", beschreibt Ferri die Schwierigkeiten.

Wenn die Merkur-Zielumlaufbahn im Dezember 2025 - so die Planung - erreicht wird, trennen sich zwei autonome Wissenschafts-Satelliten vom Transfermodul. Der Esa-Satellit MPO (Mercury Planetary Orbiter) erforscht die Oberfläche des weitgehend unbekannten Planeten, der japanische Satellit MMO (Mercury Magnetospheric Orbiter) das Magnetfeld.

Das Konstruktionsmodell von BepiColombo samt Testfeld im Esoc ist rund 30 Quadratmeter groß: Die komplexe Elektronik und alle wichtigen Bauteile des Esa-Forschungssatellits MPO sind auf einer Struktur montiert, die identisch ist mit der echten Sonde. Es fehlen nur das Solarpanel und der große Kühler, der die Wärme der Sonde, stark erhitzt von der Sonne und vom Merkur, in den kalten Weltraum ausstrahlen wird. Auf einem Tisch davor steht die Elektronik des elektrischen Ionenantriebs MTM von BepiColombo. Zwei schrankartige elektronische Kästen simulieren die Sonne und die anderen Parameter im All. (dpa)

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