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Studie
26.04.2014

Höherer Kaffeekonsum könnte vor Diabetes schützen

Senkt Kaffee das Diabetes-Risiko? Das wollen Wissenschaftler herausgefunden haben.
Foto: Patrick Pleul (dpa)

Wer mehr Kaffee trinkt, könnte damit möglicherweise das Risiko einer Diabetes-2-Erkrankung senken. Das geht aus einer neuen Studie hervor.

Höherer Kaffeekonsum lohnt sich: Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher in einer im Fachblatt  "Diabetologia" veröffentlichten Studie. Für Untersuchung wurden Daten von mehr als  120.000 Menschen ausgewertet. Wer über einen Zeitraum von  vier Jahren seinen Kaffeekonsum um eineinhalb Tassen erhöhte, hatte  demnach - verglichen mit Menschen, deren Kaffeekonsum gleich blieb  - ein elf Prozent niedrigeres Risiko, später an Diabetes 2 zu  erkranken. Experten stellten aber die Aussagekraft der Studie Frage.

Kaffeekonsum und Diabetes-Risiko: Gibt es einen Zusammenhang?

Die Forscher um Shilpa Bhupathiraju von der Harvard School of  Public Health in Boston werteten die Daten zu 95.000  Krankenschwestern aus, die an zwei Gesundheitsstudien in den USA  teilnahmen. Zudem flossen Daten von 28.000 Männern in die  Auswertung ein, die ebenfalls im Gesundheitssektor arbeiteten und  an einer anderen Studie teilnahmen. Untersucht wurde der  Kaffeekonsum über einen Zeitraum von vier Jahren und das Risiko, in  den folgenden vier Jahren an Diabetes 2 - früher auch  Altersdiabetes genannt - zu erkranken.

Den Ergebnissen zufolge stieg das Erkrankungsrisiko bei denjenigen  um 18 Prozent, die in dem Untersuchungszeitraum ihren Kaffeekonsum  um etwa zwei Tassen am Tag gesenkt hatten. "Änderungen beim  Kaffeekonsum scheinen das Diabetes-Risiko in einer recht kurzen  Zeit zu beeinflussen", folgern die Autoren der Studie. Wer viel  Kaffee trank - mindestens drei Tassen pro Tag - hatte der Studie  zufolge ein um 37 Prozent geringeres Diabetes-2-Risiko als  diejenigen, die nur eine Tasse oder weniger tranken. Andere Studien  hatten bereits auf einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und  einem geringeren Diabetes-2-Risiko schließen lassen.

Diabetes-Erkrankungen könnten aber auch mit anderen Faktoren zusammenhängen

Die Studienautoren warnen aber, ihre Ergebnisse könnten zwar eine  "wahre Änderung des Risikos" aufzeigen. Möglich sei aber auch, dass  Studienteilnehmer ihren Kaffeekonsum senkten, weil bei ihnen ein  erhöhter Blutdruck oder ein erhöhter Cholesterinspiegel gemessen  wurde. Sie hätten deswegen - unabhängig vom Kaffeekonsum - ohnehin  ein höheres Diabetes-2-Risiko.

Experten, die die Studie für die unabhängige  Wissenschafts-Kontroll-Organisation Science Media Center unter die  Lupe nahmen, bezeichneten die Datenauswertung als "potenziell  irreführend". Untersucht worden seien lediglich mögliche  kurzfristige gesundheitliche Auswirkungen einer Veränderung des  Kaffeekonsums. Es gebe aber keine Belege dafür, dass ein  langfristiger Kaffeekonsum das Diabetes-Risiko senke. "Von dieser  Studie lassen sich keine Empfehlungen zum Kaffeekonsum ableiten." afp/AZ

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