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Bräune

13.05.2015

Vorbräunen: Erst ins Solarium, dann in die Sonne?

Wer glaubt, man könne sich durch Vorbräunen im Solarium vor einem Sonnenbrand schützen, der irrt.
Bild: Felix Kästle (dpa)

Der Sommer kommt und mit ihm die Sonne. Viele Menschen wollen ihrer Haut die Umstellung erleichtern, sie gehen zum Vorbräunen ins Solarium. Warum sie das nicht sollten.

Wer seine Haut langsam an die Sonne gewöhnen will, geht vor den wärmsten Tagen des Jahres gerne mal ins Solarium. Das schützt vor Sonnenbrand, heißt es. Aber stimmt das auch?

Schützt Vorbräunen vor Sonnenbrand?

Nein, sagt Claas Ulrich von der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie an der Charité Universitätsmedizin Berlin. "Selbst eine optimal gebräunte Haut entspricht höchstens einem Lichtschutzfaktor von vier bis sechs."

Stattdessen schadet jeder Besuch im Sonnenstudio der Haut. "Vorbräunen tun die meisten eher aus kosmetischen Gründen", vermutet Ulrich. Und das legitimiere man dann mit einem vermeintlich geringeren Sonnenbrandrisiko.

Vorbräunen im Solarium - und sich dann weniger schützen

Und das Vorbräunen birgt noch eine weitere Gefahr: Dass man meint, besser gegen Sonnenbrand gewappnet zu sein und sich deshalb weniger schützt.

Die Deutschen sind laut Arbeitsgemeinschaft Dermatologische (ADP) europaweit Spitzenreiter im künstlichen Sonnenbaden. Etwa 12,8 Millionen Bundesbürger besuchen mehr oder weniger oft eines der rund 5.000 Solarien mit insgesamt etwa 53.000 Bräunungsgeräten. AZ/dpa

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