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Fastenzeit

17.02.2015

Warum wir ab Aschermittwoch fasten sollten

Fasten ist weiterhin ein Thema für die Deutschen. In der Zeit muss es nicht nur Brot und Wasser sein. Die meisten verzichten auf Alkohol, Süßes oder Fleisch.
Bild: Armin Weigel (dpa)

Fasten soll nicht die Willensstärke der Menschen testen, sondern ist eines der ältesten Naturheilverfahren. Heutzutage kann die Fastenzeit verschieden interpretiert werden.

Wer heutzutage in der Fastenzeit auf Süßes oder Fleisch verzichtet, gehört schon einer Minderheit an. Am Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Phase, in der ursprünglich keine feste Nahrung zu sich genommen werden sollte. Das Fasten gilt als eines der ältesten Naturheilverfahren und soll nicht nur den Körper, sondern auch die Seele reinigen.

Das Fasten ist Bestandteil aller Weltreligionen. Während Muslime durch den Koran zum Fasten verpflichtet sind, sehen die Christen ihre Pflicht zum Verzicht meist nicht so ernst. Die Reinigung, die die Fastenzeit zur Folge hat, wurde lange als Mittel dazu gesehen, den Himmel milde zu stimmen. In der Bibel hält Jesus eine Fastenzeit von 40 Tagen, um sich auf sein Wirken vorzubereiten. Mohammed fastete, bevor ihm der Koran offenbart wurde.

Fasten ist nicht nur für religiöse Menschen sinnvoll

Für Christen beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit, die in Erinnerung an Jesus' Fasten 40 Tage dauert. Sie bereitet auf Ostern vor, wenn die Auferstehung Jesu Christi gefeiert wird. Die katholische Kirche ruft dazu auf, in der Fastenzeit besonders intensiv gegen Not und Ungerechtigkeit zu kämpfen. Die Evangelische Kirche regt mit dem Programm "7 Woche ohne" jedes Jahr dazu an, auf Alkohol, Süßigkeiten oder Zigaretten zu verzichten. Einen völligen Verzicht auf feste Nahrung verlangen die großen christlichen Kirchen heute nicht mehr.

Doch nicht nur religiöse Menschen sollten sich überlegen, ob eine Fastenzeit sinnvoll ist. Gerade für gestresste Großstädter ist Fasten ein Trend, der zur Beruhigung führen soll. Heilfasten ist zum Beispiel auch in speziellen Kliniken möglich, wo unter ärztlicher Aufsicht auf feste Nahrung verzichtet wird. Die strikte Einnahme von nichts als Gemüsebrühe, Tee und Saft soll den Start in ein bewussteres Leben ermöglichen. dpa/sh

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