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  3. Welt-Hepatitis-Tag 2016: Hepatitis A, B, C, D und E: Das sind die fünf Virushepatitiden

Welt-Hepatitis-Tag 2016
28.07.2016

Hepatitis A, B, C, D und E: Das sind die fünf Virushepatitiden

Mittelmeer-Urlauber sollten sich gegen Hepatitis-A impfen lassen. Eine Erkrankung kann im schlimmsten Fall zu Leberversagen führen.
Foto: Ralf Hirschberger (dpa)

Heute ist Welt-Hepatitis-Tag. Zu diesem Anlass stellen wir die fünf Arten von Virushepatitis und ihre Auswirkungen vor. Der Überblick.

Es gibt fünf verschiedene Arten von Virushepatitis - Hepatitis A, B, C, D und E. Für alle Arten heißt es: Je früher eine Virus-Hepatitis entdeckt wird, desto besser lässt sie sich therapieren. Die Behandlung hat in den letzten zehn Jahren große Fortschritte gemacht. Die Heilung hängt aber vom Virustyp und vom Stadium der Erkrankung ab. Der Überblick über die fünf Typen von Virushepatitiden.

Virushepatitis: Fünf Typen mit verschiedenen Auswirkungen

HEPATITIS A: Das Virus kann über verunreinigte Nahrungsmittel und Wasser übertragen werden, aber auch von Mensch zu Mensch überspringen. In Deutschland gibt es sporadische Ausbrüche, meist durch Speisen in Gemeinschaftseinrichtungen. Die Infektion verläuft akut, heilt gewöhnlich ohne Folgen von selbst aus und wird selten chronisch. Es gibt eine Impfung, die vor allem für Fernreise-Ziele empfohlen wird.

HEPATITIS B: Der Erreger wird vor allem über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Hauptsächlich erfolgt die Ansteckung über Sexualverkehr oder von einer infizierten Mutter auf ihr Baby. Weitere Ansteckungsquellen sind verunreinigte Nadeln, Hygienemängel im medizinischen Bereich oder auch bei Piercings und Tätowierungen. Die Infektion heilt in den meisten Fällen schnell von selbst aus und bringt einen lebenslangen Immunschutz. Kinder, Senioren und chronisch Kranke mit geschwächtem Immunsystem wie HIV-Patienten entwickeln dagegen häufiger eine chronische Erkrankung. Bei 90 Prozent von Säuglingen verläuft eine Infektion chronisch. Es gibt eine Impfung.

Hepatitis C wird übers Blut übertragen

HEPATITIS C: Das Virus wird über infiziertes Blut übertragen. Ansteckungsgefahr besteht durch gemeinsames Spritzbesteck in der Drogenszene, Nadelstichverletzungen bei medizinischem Personal sowie Hygienemängeln bei Operationen, Tätowierungen, Piercings oder Akupunkturen. Eine sexuelle Übertragung ist möglich, aber seltener. Das Risiko steigt während der Menstruation, bei gleichzeitiger HIV-Infektion sowie bei verletzungsträchtigen sexuellen Praktiken. Die akute Infektion heilt bei rund einem Fünftel der Betroffenen von selbst aus. Meistens wird sie jedoch chronisch. Nach 20 bis 30 Jahren kommt es bei bis zu einem Drittel der Betroffenen zu Spätfolgen wie Zirrhose und Leberkrebs. Durch heutige Therapien kann die Infektion heilbar sein. Es gibt keine Schutzimpfung.

HEPATITIS D: Das Virus ist unvollständig und alleine nicht vermehrungsfähig. Es benötigt die Hülle des Hepatitis-B-Virus. Deshalb können sich nur Menschen infizieren, die bereits Hepatitis B haben - oder die Ansteckung erfolgt gleichzeitig mit beiden Typen.

Sie stehen auf der Liste der Todesursachen ganz oben. An Pneumonie sterben jährlich nahezu 4 Millionen Menschen, vorwiegend Kinder. Die Lungenentzündung ist damit trauriger Spitzenreiter der Krankheiten, die die meisten Todesopfer fordern.
10 Bilder
Die gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt
Foto: Archiv

Hepatitis E galt in Deutschland lange als selten

HEPATITIS E: Der Erreger wird durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen. Eine Variante kann auch durch Tiere, zum Beispiel Schweine und Wildschweine, auf den Menschen übertragen werden. Typ E galt in Deutschland lange Zeit als selten. Seitdem häufiger auf diese Infektion getestet wird, steigen die gemeldeten Fallzahlen. Die Infektion verläuft in der Regel akut, heilt gewöhnlich ohne Folgen von selbst aus und wird meist nicht chronisch. Für Leberkranke und Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel kann das Hepatitis-E-Virus jedoch lebensgefährlich werden. Bei Patienten mit Immunschwäche sind auch chronische Verläufe möglich. dpa

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