1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Weniger Stress, weniger Angst: Nichtraucher sind glücklicher

Neue Raucher-Studie

14.02.2014

Weniger Stress, weniger Angst: Nichtraucher sind glücklicher

Rauchen entspannt und hilft gegen Stress? Von wegen. Eine neue Studie hat jetzt gezeigt: Nichtraucher sind glücklicher als Raucher.
Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Rauchen entspannt und hilft gegen Stress? Von wegen. Eine neue Studie hat jetzt gezeigt: Wer mit dem Rauchen aufhört, ist richtig glücklich.

Zum Schluss, dass  Nichtraucher einfach glücklicher sind, kamen britische Forscher. Wenn man mit dem Rauchen aufhört, hebt das die Stimmung mindestens so wie eine eine Behandlung mit Anti-Depressiva, schrieben die Wissenschaftler in einer am Freitag veröffentlichten Studie.

Die  Forscher verglichen für ihre im Fachmagazin "British Medical  Journal" erschienene Untersuchung 26 Studien zu dem Thema. Die untersuchten Raucher waren "mittelmäßig abhängig": Sie waren im  Durchschnitt 44 Jahre alt und rauchten zwischen zehn und 40  Zigaretten am Tag. 48 Prozent waren Männer.

Vor ihrem Versuch, mit  dem Rauchen aufzuhören, wurden die Probanten befragt. Die Befragungen wurden  in einem Zeitraum von sechs Wochen bis sechs Monaten danach  wiederholt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Studie zum Rauchen: Positivere Sicht auf die Dinge

Diejenigen, denen es gelungen war, mit dem Rauchen aufzuhören,  waren weniger depressiv, ängstlich oder gestresst. Vielmehr hatten  sie eine positivere Sicht auf die Dinge als die, die mit dem  Versuch gescheitert waren, auf das Rauchen zu verzichten. Die  Besserung war der Studie zufolge sogar bei denjenigen feststellbar,  die mentale Probleme hatten. Allerdings wurden die Ergebnisse nicht  zu einem späteren Zeitpunkt überprüft.

Studienleiterin Genma Taylor von der Universität Birmingham äußerte  im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP die Hoffnung, dass die  Ergebnisse einige falsche Vorstellungen beseitigen - beispielsweise  die, dass Rauchen entspanne oder gegen Stress helfe. Sie hob  hervor, dass der mentale Gesundheitszustand bei Rauchern   schlechter sei.

Immer mehr Jugendliche sind Nichtraucher

Rauchen gilt seit langem als Auslöser für eine Reihe von  Krankheiten, darunter Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten. Was sich auch zunehmend herumzusprechen scheint. Deutsche Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren etwa rauchen heute deutlich weniger als noch im Jahr 2001. Der Anteil rauchender Jugendlicher sank von 28 Prozent im Jahr 2001 auf zwölf Prozent im Jahr 2012, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum mitteilte. Die Gründe dafür seien vor allem Tabaksteuererhöhungen und die Einführung der Nichtraucherschutzgesetze. Auch größere Warnhinweise auf Zigarettenpackungen und das Tabakwerbeverbot für Printmedien und Internet hätten zu der Entwicklung beigetragen. AZ, epd, afp

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Bereits zum neunten Mal soll am 20. Mai 2018 der private Raumfrachter «Cygnus» zur ISS starten. Foto: Bill Ingalls/NASA/Archiv
NASA

Schlechtes Wetter: Versorgungsflug zur ISS verzögert sich

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket