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Neue Krebsform

19.03.2015

Werden Brustimplantate jetzt wegen des Krebsrisikos verboten?

Frankreich meldet erneut gesundheitliche Probleme von Frauen mit Implantaten - in einigen Fällen wurden seltene Krebsformen festgestellt.
Bild: Boris Roessler/Symbol (dpa)

In Frankreich ist ein Zusammenhang zwischen Brustimplantaten und einer neuen Krebsform festgestellt worden. Jetzt besteht Unklarheit, wie vorgegangen werden soll.

Die französischen Gesundheitsbehörden haben Alarm geschlagen. Brustimplantate führen offensichtlich zu einer neuen Krebsform, einer Art Lymphdrüsenkrebs, bei Frauen. Jetzt wird geprüft, ob Brustimplantate generell verboten werden sollen. "Wenn wir Maßnahmen ergreifen müssen, wenn wir sie verbieten müssen, dann werden wir es tun", erklärte François Hébert, Vize-Direktor der französischen Behörde für Medikamentensicherheit (ANSM).

Lymphdrüsenkrebs wegen Brustimplantaten

Das französische Krebsinstitut hatte die neue Form des Lymphdrüsenkrebses als erstes entdeckt. Da es weltweit bereits 173 Fälle gibt, und alle betroffenen Frauen Brustimplantate haben, muss ein Zusammenhang zwischen der Krebsart und den Brustimplantaten bestehen. Vergleichsweise sind derzeit nur wenige Frauen erkrankt, doch das Risiko, dass Brustimplantat-Trägerinnen diesen Krebs entwickeln, besteht. Momentan wird aber auch nicht empfohlen, die Brustimplantate zu entfernen.

Eine Frau ist schon an dem Lymphdrüsenkrebs gestorben, der nur bei Brustimplantat-Trägerinnen auftritt. Zur Zeit werden Frauen und Ärzte in Frankreich darauf hingewiesen, welches Risiko von den Implantaten ausgeht. Ende März soll es dazu eine Expertenrunde geben. In Deutschland sind bislang keine Verdachtsfälle der anaplastischen großzelligen Lymphomen (ALCL) aufgetreten. Auch die meisten anderen EU-Mitgliedsstaaten sind momentan nicht davon betroffen. In Frankreich werden Brustimplantate seit dem Skandal mit der Firma PIP stärker kontrolliert. AFP/sh

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