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"Tabakfreie Welt"

18.03.2015

Wissenschaftler wollen Tabak-Konsum bis 2040 drastisch reduzieren

Wissenschaftler wollen bis 2040 eine "tabakfreie Welt" erschaffen.
Bild: Uli Deck (dpa)

Schluss mit Rauchen! Wissenschaftler haben angekündigt, dass sie eine "tabakfreie Welt" bis zum Jahr 2040 erreichen wollen. Der Rauchstopp soll nicht durch Verbote erreicht werden.

Bis zum Jahr 2040 sollen nur noch weniger als fünf Prozent der Erwachsenen Tabak konsumieren - und zwar weltweit. Dieses Ziel haben Wissenschaftler im medizinischen Fachmagazin "The Lancet" formuliert. Ein "tabakfreie Welt" sei machbar, so die Forscher. Dafür sei kein Rauchverbot nötig - aber großer Einsatz bei Regierungen und Organisationen.

Vor allem in Ländern mit geringem Durchschnittseinkommen seien große Anstrengungen notwendig, um eine "tabakfreie Welt" zu erreichen. Die Wissenschaftler erklären in der Zeitschrift, wo ihrer Meinung nach die größten Probleme liegen. So hätten 85 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Programmen, die Menschen dabei helfen, mit dem Rauchen aufzuhören. Durch neue Programme könnte es immer weniger Tabak-Konsumenten geben, hoffen die Forscher.

Tabaksteuern statt Rauchverbot

Durch Studien ist erwiesen worden, dass eine hohe Besteuerung der effektivste Weg ist, um Menschen vom Rauchen abzuhalten. Für eine "tabakfreie Welt" wollen die Forscher zu höheren Tabaksteuern anregen. Im Moment lebt nicht einmal jeder Zehnte in einer Region, in der die Höhe der Tabaksteuer den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO entspricht. Die "tabakfreie Welt" ist Wissenschaftlern so wichtig, weil innerhalb der vergangenen zehn Jahre 50 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben sind.

Eine "tabakfreie Welt" bis 2040 ist nicht nur ein Gedankenprodukt, sondern durchaus erreichbar. Das Ziel beinhaltet, dass weniger als fünf Prozent der Erwachsenen Rauchen. Eine solche Welt sei "sozial wünschenswert, technisch machbar und könnte politisch praktikabel werden", erklärte die Forschungsgruppe um Robert Beaglehole von der Universität Auckland. Dafür sei aber auch der Einsatz von WHO und anderen Organisationen gefragt. dpa/sh

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