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Corona
03.01.2022

Omikron: Was ist ein milder Verlauf? Was ein schwerer Verlauf?

Schnupfen ist eines der häufigsten Symptome bei einer Coronaerkrankung, auch bei einer Infektion mit der Omikron Variante.
Foto: Christin Klose, dpa

Im Zusammenhang mit der neuen Omikron Variante des Coronavirus ist immer wieder von einem milden oder einem schweren Verlauf die Rede. Doch worin unterscheiden sich die Kategorien?

Die Auswertungen erster Daten zur neuen Corona Variante Omikron haben ergeben, dass die Variante zwar ansteckender ist, aber meist zu einem milderen Verlauf führt. Schwere Krankheitsverläufe gebe es bei einer Infektion mit Omikron seltener als bei einer Infektion mit einer anderen Corona Variante. In der Forschung wird nach genauen Faktoren unterschieden, wann ein Verlauf wissenschaftlich als mild, schwer oder kritisch kategorisiert wird.

Wann ist ein Verlauf mild und ab wann schwer? Was ist ein kritischer Verlauf?

Milder Verlauf: Von einem milden Verlauf spricht das Robert Koch-Insitut, wenn die oder der Erkrankte nur leichte Symptome hat und die Erkrankung leicht, beziehungsweise moderat verläuft. Zu den Symptomen zählen Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Geruchs- und Geschmacksverlust oder Durchfall. Das RKI folgt bei der Kategorisierung den Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Bei einer Infektion mit der Omikronvariante treten am häufigsten Husten (60 Prozent), Erkältungssymptome (57 Prozent) und Halsschmerzen (40 Prozent) auf. Unabhängig von der Variante, mit der Erkrankte infiziert sind, verläuft die Krankheit in 80 Prozent aller Fälle mild.

Schwerer Verlauf: Als schwere Verläufe kategorisiert das Robert Koch-Institut Coronafälle, bei denen eine schwere Lungenentzündung auftritt, die auf einem Röntgenbild erkennbar ist. Außerdem ist bei einem schweren Verlauf die Lungenfunktion eingeschränkt und die Atemfrequenz beeinträchtigt.

Kritischer Verlauf: Bei einem kritischen Verlauf ist die Situation der Erkrankten lebensbedrohlich. Das RKI listet hierbei Lungenversagen und Organversagen auf, sowie einen septischen Schock. Schwer ist der Verlauf auch, wenn eine mechanische Atmung des Patienten notwendig ist.

Hinweise auf milden Verlauf bei Omikron verdichten sich

Wie genau sich die Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit Omikron verändern, ist noch nicht eindeutig wissenschaftlich geklärt. Die aktuellen Daten zeigen allerdings, dass beispielsweise die sogenannte Hospitalisierunsrate, die besagt, wie viele Infizierte im Krankenhaus behandelt werden müssen, bei Omikron-Infizierten niedriger ist als bei anderen Varianten.

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Allerdings gibt es über Omikron-Infektionen noch nicht ausreichend Daten, um einen eindeutig wissenschaftlichen Vergleich ziehen zu können. Viele der Omikronfälle wurden bisher in Südafrika nachgewiesen, wo der Altersdurchschnitt der Bevölkerung viel niedriger ist als etwa in Deutschland. Junge Menschen machen generell einen milderen Verlauf durch als ältere Menschen - unabhängig von der Variante.

Wie Untersuchungen eines Forschungsteam vom Imperial College London allerdings ergeben haben, müssen Omikron-Infizierte etwa 15 bis 20 Prozent seltener ins Krankenhaus. Dass sie dort eine oder mehrere Nächte stationär verbringen müssen, sei sogar 40 bis 45 Prozent unwahrscheinlicher als bei anderen Varianten. Die Zahlen einer Studie schottischer Forscher gibt noch mehr Hoffnung: Laut Berechnungen sei die Wahrscheinlichkeit nach einer Infektion mit Omikron ins Krankenhaus zu müssen demnach um 65 Prozent geringer als bei einer Infektion mit Delta.

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