Montag, 26. Juni 2017

07. Januar 2017 11:54 Uhr

Aichach-Friedberg

FDP-Neujahrsgespräch: Ökologische Folgen der Osttangente

Die FDP ist für den Ausbau, will aber Sorgen von Bürgern Rechnung tragen. Im Neujahrsgespräch geht es auch um die Lage der Kliniken an der Paar.

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FDP-Kreisvorsitzender Karlheinz Faller und weitere Vertreter der FDP im Landkreis berichteten beim Neujahrsgespräch, auf welche Projekte es ihnen ankommt.
Foto: FDP

Aichach-Friedberg Es sind zwei schwierige Patienten, deren sich der FDP-Kreisvorsitzende Karlheinz Faller im Neujahrsgespräch annimmt: Osttangente und Kliniken an der Paar. Bei Letzteren hat sich nach guten Jahren die wirtschaftliche Situation verschlechtert. Personalaufstockung bei Pflegekräften und Ärzten bei einem Leistungsaufwand, der nicht im selben Maß mitgestiegen sei, macht Faller dafür verantwortlich.

Der Liberale, seit zwei Jahren im Kreistag, gehört auch dem Klinik-Werkausschuss an. Seine Prämisse dabei: Das Ziel der ausgeglichenen Bilanz nicht aus den Augen verlieren. Das müsse ohne Einschränkungen in Qualität und Angebot möglich sein – wenn es auch „ein schmaler Grat“ ist, wie er einräumt. Das Defizit belaste jedoch auf lange Sicht den Landkreis. Und auch wenn Faller freut, dass dieser finanziell gut dasteht, mahnt er: „Wir müssen die Situation nutzen, um Schulden abzubauen.“

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Auch das wichtigste Verkehrsprojekt der Region, die Osttangente, hat die Partei im Blick. Sie ist prinzipiell für die Trasse, auch für eine vierspurige Fortführung nach Königsbrunn, betont aber, man müsse die Sorgen der Bürger ernst nehmen und versuchen, die ökologischen Folgen zu minimieren. Um dazu ihren Beitrag zu leisten, will die FDP am 9. Februar in Friedberg oder Kissing einen Diskussionsabend zum Thema „Osttangente: Lärm- und Wasserschutz im Straßenbau“ veranstalten. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben, ein wichtiger Teilnehmer steht dagegen schon fest, nämlich der FDP-Verkehrsexperte Sebastian Körber.

Auch die Ortsvorsitzende und Stadträtin in Friedberg, Cornelia Böhm, beschäftigt das Thema Verkehr. Sie fordert für die Stadt ein Mobilitätskonzept, in dem unter anderem ein weiterer Halt der Paartalbahn (zum Beispiel in Paar oder Friedberg-West), eine klare Verkehrsführung in der Innenstadt und eine bessere Anbindung der Stadtteile, etwa mit einem Stadtbussystem, enthalten sind.

Dass es jetzt Fahrradständer gibt – auf Antrag ihrer Fraktion, wie sie betont – freut sie zwar, doch die Ständer sind in ihren Augen nicht gut geraten, sondern unpraktisch und unpassend für die Altstadt. Auch die Parkplatzsituation hält sie weiter für prekär. Es lohne sich daher durchaus, den Sinn von Freiluftgastronomie gegen den von Stellplätzen abzuwägen.

Sie fragt außerdem, ob ein Parkdeck, sei es am Bahnhof oder am Volksfestplatz, nicht sinnvoller wäre als eine Tiefgarage am Schloss. Ein Konzept dafür sollen ihrer Meinung nach jedoch Spezialisten erarbeiten. Und wenn sie zwar auch mit ihrer Fraktion (dazu gehören FDP, Parteifreie Bürger und ÖDP) sehr zufrieden ist, übt sie doch Kritik am Gebaren des Stadtrates insgesamt: „Statt konstruktiver Kritik erlebe ich oft persönliche Differenzen, die ausgelebt werden, oder plakatives Schaulaufen.“

Über eines aber freut sie sich: Dass Stadtrat und Bürgermeister ihren Vorschlag aufnahmen und die alte Rederzhauser Sparkasse kauften, um dort eine Kindertagesstätte einzurichten. Zusammen mit der Aichacher Stadträtin Edith Lotter, die ihr Amt im Oktober aufgenommen hat, und 44 Mitgliedern im Landkreis blickt die FDP aber nicht nur in die Region, sondern auch nach Berlin. Faller ist Bundestagskandidat im Wahlkreis Augsburg-Land. „Es ist spannend, auf welchen Listenplatz ich kommen werde“, räumt er ein. Der FDP rechnet er aber aufgrund der letzten Landtagswahlen für den Bundestag wieder Chancen aus. Sie stehe für wirtschaftliche und soziale Vernunft und werde vom Bürger wieder wahrgenommen, als Partei der Mitte, die eine Alternative zur Großen Koalition darstellt.

Als Kandidat will er mit den Themen Steuern, Sicherheit/Bürgerrechte, Infrastruktur, berufliche Bildung und Chancengerechtigkeit punkten. Faller war lange für das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft tätig. Daher weiß er: „Es muss darum gehen, dass jeder sein Potenzial ausschöpfen kann – unabhängig vom sozialen Status.“ Auch die Digitalisierung in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren, sei entscheidend.

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Ein Artikel von
Ute Krogull

Friedberger Allgemeine
Ressort: Lokalnachrichten Friedberg

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