Donnerstag, 19. Oktober 2017

12. Juni 2014 00:37 Uhr

Kuka

Quadrocopter steuert aus der Luft Robotereinsatz

Innovationspreis des Roboterherstellers geht auf der Messe Automatica in München an Schweizer Forscherteam

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Die Kunden des Augsburger Roboterherstellers Kuka dürften auf dieser Anwendung wohl nicht mehr im College des Unternehmens in Gersthofen geschult werden: „Cooperative airground robotics: removing obstacles in the way – search and rescue missions“. In dieser geht es um die Zusammenarbeit eines Quadrocopters mit dem am Boden fahrenden Youbot von Kuka. Kuka verlässt bekanntlich Gersthofen, und außerdem ist es noch offen, ob diese Anwendung überhaupt im Alltag zum Einsatz kommen wird.

Jedenfalls war die Entwicklung der Forschergruppe „Robotics and Perception“ der Universität Zürich den Sieg des ersten Kuka Innovation Award für Entwicklungen im Bereich der mobilen Manipulation wert. Aus über 30 Bewerbern wählte eine internationale Jury das Schweizer Team zum Gewinner des mit 20000 Euro dotierten Awards. Auf der Automatica, der internationalen Leitmesse für Robotik und Automation in München, fand die Preisverleihung auf dem Kuka-Messestand statt. Das Siegerteam überzeugte mit seiner Applikation, bei der ein mit einer Kamera ausgestatteter Quadrocopter autonom ein bestimmtes Gebiet einer Karte abfliegt und die dabei gewonnenen Informationen dem Youbot zur Verfügung stellt. So kommt dieser am Boden schnell zu seinem Ziel, um beispielsweise in einem Katastrophengebiet Hilfe leisten zu können.

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Während der gesamten Messewoche führen alle vier Finalisten-Teams ihre Applikationen stündlich dem allgemeinen Fachpublikum vor.

„Wir freuen uns mit unseren Finalisten, dass sie ihre spannenden Projekte auf einer so wichtigen Messe präsentieren können“, sagt Bernd Liepert, Chief Technology Officer bei Kuka.

Technologietransfer aus der Forschung in die Industrie

Kuka hat den Innovationspreis ins Leben gerufen, um die Vorbereitung des Technologietransfers von der Wissenschaft in die Industrie zu fördern. In diesem Jahr hatten die Bewerber die Aufgabenstellung, eine Roboteranwendung im Bereich der mobilen Manipulation in einer realitätstreuen Arbeitsumgebung zu zeigen. Um identische Bedingungen und somit einen fairen Vergleich der Teilnehmer zu gewährleisten, sollte die Anwendung an oder mit einem Kuka Youbot gezeigt werden. Der Kuka Youbot ist ein mobiler Manipulator mit omnidirektionaler Basis, die also in jede beliebige Richtung gefahren werden kann, auf die ein fünfachsiger Roboterarm mit Zweifingergreifer montiert ist.

„Wir haben den Kuka Youbot entwickelt, damit er möglichst flexibel zu Forschungs- und Lehrzwecken, aber auch zur Applikationsentwicklung für die Fabrik der Zukunft eingesetzt werden kann“, erklärt Rainer Bischoff, Leiter Technologieentwicklung des Kuka Konzerns. „Er ist eine experimentelle Plattform, mit der eigene Steuerungen und Applikationsideen ausprobiert und verwirklicht werden können.“ So kann heute im Kleinformat entwickelt werden, was in den Fabriken der Zukunft zum Einsatz kommen könnte. (AL, jma)

Weitere Informationen unter

www.Kuka-labs.com/de/network/innovationaward – www.youtube.com/watch?v=1GXQjrmLeX4

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