Mittwoch, 17. Januar 2018

09. Dezember 2013 17:47 Uhr

Augsburg

Ärger bei Burger King: Gewerkschaft schickt Gerichtsvollzieher

Seit sechs Monaten hat ein Betriebsrat einer Augsburger Burger-King-Filiale offenbar keinen Lohn mehr erhalten. Jetzt hat die Gewerkschaft eine Zwangsvollstreckung eingeleitet.

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Blauer Himmel über einer Burger-King-Filiale. Was das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft angeht, sieht es derzeit aber eher düster aus.
Foto: Federico Gambarini, dpa

Tim Lubecki kann es noch immer kaum fassen. "Sowas habe ich bisher wirklich noch nicht erlebt", sagt der Augsburger Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG). Seit einem halben Jahr hat Burger King Lubecki zufolge einem Augsburger Betriebsrat keinen Lohn gezahlt, ebenfalls seit Juli hat das Unternehmen den Mann bei der Krankenkasse abgemeldet.

Der Lohn kam nie beim Betriebsrat an

Ende November hatte das Augsburger Arbeitsgericht daraufhin den Franchisenehmer Yi-Ko per einstweiliger Verfügung zur Zahlung von 1050 Euro verdonnert - das Geld kam aber nie beim Betriebsrat an. "Ich habe mir die Kontoauszüge zeigen lassen", sagt Gewerkschafter Lubecki. "Da sind keine 1050 Euro." Jetzt hat die Gewerkschaft eine Zwangsvollstreckung beantragt. "Wir schicken nun einen Gerichtsvollzieher in die Filiale."

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Der Hintergrund: Der Franchisnehmer Yi-Ko, der im Mai 91 Burger-King-Filialen übernommen hatte, kündigte dem Betriebsrat im Juli fristlos, weil dieser angeblich rund 2000 Euro gestohlen hat. Über den Vorwurf und über die Rechtmäßigkeit der Kündigung wird allerdings noch vor Gericht gestritten - und bis die Vorwürfe geklärt sind, ist Burger King verpflichtet, dem Mann weiterhin seinen Lohn zu zahlen.

Streit zwischen Franchisenehmer und Gewerkschaft

Seit der Franchisenehmer Yi-Ko die Burger-King-Filialen betreibt, gibt es immer wieder Streit zwischen dem Unternehmen und der Gewerkschaft. Medienberichten zufolge wurden Betriebsvereinbarungen aufgehoben und Löhne gekürzt. Vielerorts hat es der Gewerkschaft zufolge auch Kündigungen gegeben, die mit schweren Vergehen wie Diebstahl begründet wurden. In etwa 100 Fällen musste die Gewerkschaft nach eigener Aussage Löhne vor Gericht einklagen.

Der Franchisenehmer Ergün Yildiz hat seinerseits ebenfalls die Gewerkschaft NGG verklagt: Wegen "Verleumdung" verlangt er einen Schadensersatz in Millionenhöhe, berichtet die "WirtschaftsWoche".

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Augsburg | Tim Lubecki

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Ein Artikel von
Sarah Schierack

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