Samstag, 16. Dezember 2017

07. Dezember 2017 07:04 Uhr

Augsburg

Göggingen erhält 90 neue Kleingärten

Die Erweiterungspläne für die Anlage Reinhold Wolff sind weit gediehen. In Oberhausen haben sich die Pläne für Parzellen beim  Nordfriedhof zerschlagen.

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Seit Jahren wird darüber diskutiert, ob auf den Erweiterungsflächen des Nordfriedhofs Kleingärten entstehen sollen. Jetzt müssen der Stadtverband der Kleingärtner und andere Befürworter wie die Stadträte Dieter Benkard (SPD) und Peter Uhl (CSU) ihre Hoffnungen begraben: Der Umweltausschuss hat beschlossen, dass auf dem Areal zwischen Gablinger und Meierweg keine neuen Parzellen geschaffen werden.

Anstatt dessen soll das Gros des Grundstücks für unterschiedliche Bestattungsformen – etwa unter Bäumen – hergenommen werden. Auch die Glaubensgemeinschaft der Jesiden bekommt ein Feld für rund 200 Gräber inklusive eines kleinen Gebäudes zur Verabschiedung der Verstorbenen. Des Weiteren sollen Parkflächen erhalten bleiben, um das „Grünkonto“ für Oberhausen zu verbessern.

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Vorwurf an die Adresse der Verwaltung

Letztlich stimmten die Stadträte der Beschlussvorlage zu, auch wenn die von der Stadt angeführten Argumente – etwa der Erhalt von Bäumen – für den langjährigen Kleingartenfunktionär Benkard nicht stichhaltig sind „Wir wollten die Bäume nicht fällen, sondern in die neue Kleingartenanlage integrieren.“ Er und auch Räte von der CSU warfen der Verwaltung vor, beim Bau weiterer Kleingärten nicht voranzukommen.

Um der steigenden Nachfrage nach Parzellen gerecht zu werden, stellten sie den Dringlichkeitsantrag, als Ersatz für den Nordfriedhof in Oberhausen ein weiteres Grundstück für den Bau einer neuen Kleingartenanlage zu erwerben beziehungsweise bereitzustellen. Benkard hat ein Areal ganz im Norden an der Grenze zu Gersthofen westlich der Klärwerkstraße im Visier.

Planungsauftrag ist erteilt

Die Verwaltung prüft darüberhinaus eine städtische Fläche am Mittleren Schleisweg. Konkrete Formen nimmt die Erweiterung der Anlage Hirblinger Straße an. Die derzeit 112 Parzellen verteilen sich auf zwei Grundstücke an der Stadtteilgrenze Oberhausen/Bärenkeller. Die zusätzlichen Gärten sollen auf einem dritten, nahe gelegenen Areal zwischen Amselweg und B17 realisiert werden. Derzeit wird laut Umweltreferent Reiner Erben für diese Kleingartenanlage der Planungsauftrag vorbereitet. Wieviele Gärten dort verwirklicht werden, könne er erst sagen, wenn der Vorentwurf steht.

Am weitesten gediehen sind indes die Erweiterungspläne für die jüngste Schrebergartensiedlung, die Reinhold-Wolff-Anlage in Göggingen. Bislang sind auf dem Areal nahe der Bürgermeister-Ullrich-Straße 48 Parzellen angelegt. In zwei Bauabschnitten sollen südlich der bestehenden Kolonie rund 90 weitere Einheiten entstehen. Die Stadt will im nächsten Jahr mit dem Bau beginnen.

Ans Kanalnetz angeschlossen

Dieses Projekt nimmt Erben auch zum Anlass, um die  „Untätigkeitsvorwürfe“ gegenüber seiner Verwaltung zu entkräften: Immerhin sei bei der Reinhold-Wolff-Anlage mit Kosten in Höhe von rund 900000 Euro zu rechnen, bei den Parzellen habe man von ursprünglich 76 auf 90 aufgestockt. Erben verweist darüber hinaus auf den im Vorjahr fertiggestellten zweiten Bauabschnitt der Anlage Reinhold Wolff sowie zwei Anlagen, die ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen wurden. Nicht unerwähnt lassen will der Referent die „erfolgreiche Zusammenarbeit“ am runden Tisch, bei dem mit Kleingartenverbänden, Stadträten und Verwaltung der Kleingartenentwicklungsplan fortgeschrieben wird. Hier dürften auch neue Kleingärten im Augsburger Osten ein Thema sein, und zwar in der Nachbarschaft des Neuen Ostfriedhofs an der Stadtteilgrenze Hochzoll/Lechhausen. Der Umweltausschuss stellte im vergangenen Sommer die Weichen für die Anlage. Bis zu 50 Parzellen könnten insgesamt entstehen. Das vorgesehene Grundstück befindet sich bereits im Besitz der Stadt. Da hier der Bebauungsplan geändert werden muss, kann die Stadt noch keinen Realisierungszeitpunkt nennen.

Freude über parteiübergreifendes Engagement

Die Nachfrage nach einer Kleingartenparzelle ist höher denn je. Nach Auskunft von Dieter Köppert, Zweiter Vorsitzender des Stadtverbands der Kleingärtner, stehen aktuell nahezu 1200 Interessenten auf der Warteliste. „Angesichts dessen sind wir traurig, dass sich die Anlage auf dem Nordfriedhof zerschlagen hat.“ Positiv stimmen ihn jedoch die künftigen Gärten in Göggingen, Oberhausen/Bärenkeller und Lechhausen/Hochzoll. Auch dass sich die Stadträte parteiübergreifend für zusätzliche Parzellen engagieren, habe der Stadtverband „freudig zur Kenntnis“ genommen. „Hier zeigt sich, dass das Thema Kleingärten einen hohen Stellenwert genießt.“

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Ein Artikel von
Andrea Baumann

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Ressort: Lokalnachrichten Augsburg


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