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Augsburg: Illegaler Handel mit Hundewelpen nimmt zu

Augsburg

Illegaler Handel mit Hundewelpen nimmt zu

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    In Augsburg nimmt der illegale Handel mit Hundewelpen zu. Symbolbild
    In Augsburg nimmt der illegale Handel mit Hundewelpen zu. Symbolbild Foto: Ralf Lienert

    Ihre dunklen Kulleraugen werden vorerst nur die Mitarbeiter im Augsburger Tierheim sehen: Fünf Shih-Tzu-Welpen, gerade einmal acht Wochen alt, leben dort seit Samstag. Allein, ohne Kontakt zu anderen Tieren. Denn die Polizei fand sie bei einer Routinekontrolle in einem Pappkarton eines ungarischen Transporters. Der Fahrer gab an, die Welpen für wenig Geld in Ungarn erworben zu haben und sie nun auf einem Flohmarkt verkaufen zu wollen. Weil er für die Tiere keine EU-Impfpässe vorweisen konnte, müssen sie nun drei Monate in Tollwutquarantäne.

    13 Fälle im vergangenen Jahr

    Solche Fälle von Welpen, die zu Billig-Preisen illegal in Augsburg verkauft werden, häufen sich. „Es ist ein gravierendes Problem“, sagt Sabina Gaßner, Geschäftsführerin des Augsburger Tierheims. Allein 2012 beschlagnahmte das Veterinäramt 13 Welpen, sie alle kamen ins Tierheim. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher.

    „Die Hunde werden am Straßenrand aus dem Kofferraum, von Bettlern in der Innenstadt oder auf Flohmärkten in Augsburg verkauft“, sagt Gaßner. Meist handele es sich um sehr junge Hunde aus Osteuropa, ohne gültige amtliche Papiere und ohne Impfschutz. Vor allem kommen die Welpen aus der Slowakei, Ungarn, Kroatien, der Ukraine oder Rumänien. „Sie stammen oft aus Gebärfabriken, werden viel zu früh dem Muttertier weggenommen und ihr Gesundheitszustand ist ungewiss“, sagt Gaßner.

    Dann werden sie nach Deutschland geschmuggelt und hier auf Autobahnraststätten, Supermarktparkplätzen oder eben auf Flohmärkten verkauft – ohne Impfbescheinigungen und Zuchtpapiere, dafür mit Krankheiten und manchmal mit Tollwut. Kleine Golden Retriever sind schon für 150 Euro zu haben, bei seriösen Anbietern hingegen für etwa 2000 Euro. Dahinter stecken nach Angaben von Tierschützern mafiöse Strukturen. Auch im Internet werden immer wieder Tiere angeboten.

    Gaßner rät dringend davon ab, Hunde oder Katzen auf der Straße oder auf dubiosen Internetseiten zu kaufen. „Seriöse Händler zeigen, woher die Tiere stammen, verfügen über gültige Papiere und bieten sie nicht unter Wert an.“ Stattdessen sollten Passanten, denen entsprechen Angebote gemacht werden, die Polizei, das Veterinäramt oder den Tierschutzverein informieren.

    Unterhalt kostet 30 Euro pro Tag pro Hund

    Die fünf Shih-Tzu-Welpen werden nun im Tierheim intensiv betreut. Mitarbeiter müssen Schutzkleidung tragen, wenn sie sich um sie kümmern. 30 Euro kosten Pflege, Versorgung und Unterkunft pro Tag – für jeden Hund. Weil sie mindestens 90 Tage in Quarantäne bleiben müssen, entstehen so immense Summen. Erst dann können die Tiere an Interessierte abgegeben werden. Die beiden ungarischen Schmuggler erwartet unterdessen ein Bußgeldverfahren. "Kommentar

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