Freitag, 24. November 2017

12. Januar 2012 12:56 Uhr

Jubiläum

Passanten hören auf den heiligen Benedikt

Patres von St. Stephan feiern 1000 Jahre Benediktiner in Augsburg. Ausstellung „Höre“ beginnt am 21. März.

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1000 Jahre sind die Benediktiner in Augsburg präsent, zuerst in der Abtei St. Ulrich und Afra, dann im Kloster St. Stephan. Im Jubiläumsjahr 2012 bleiben die Ordensmänner nicht hinter ihren Mauern, sondern sie erfüllen die ganze Stadtmitte mit ihrer geistlichen Botschaft. In zehn Stationen machen sie ab 21. März mit der Ausstellung „Höre“ die Passanten mit zentralen Aussagen ihrer Ordensregel bekannt. Die Grafikerin Ruth Wild hat dazu kalligrafische Bücher entworfen, in denen man auch bei Bücher Pustet, in der Touristinfo am Rathausplatz, im Moritzpunkt und in der Benedikt-von-Nursia-Berufsschule vor dem Roten Tor fast fünf Monate lang bis 8. August blättern kann. „In unserer Regel heißt es: Überall glauben wir Gott gegenwärtig“, erklärt Abt Theodor Hausmann gestern vor der Presse die „für manche überraschende Begegnung“ mit dem heiligen Benedikt. Dass sie ihre Originale ausstellt, sei ein gewisses Risiko, aber auch die Chance, ihre Schriftkunst direkt erfahrbar zu machen, meinte Ruth Wild.

Handschriftliche Exemplare der Benediktregel

Im Diözesanmuseum beim Dom wird ebenfalls ab 21. März, dem Todestag Benedikts, eines der ältesten handschriftlichen Exemplare der Benediktregel ausgestellt. Sie gehört dem Bistumsarchiv und entstand im frühen 9. Jahrhundert im Kloster St. Mang in Füssen. Hier wird man sich auch die wichtigsten Textpassagen in aller Ruhe anhören können. Jeden Monat bietet das Diözesanmuseum außerdem einen Vortrag über die Ulrichsabtei. Den ersten hält Kreisheimatpfleger Prof. Walter Pötzl am 19. Januar um 19.30 Uhr über die Mirakel des heiligen Ulrichs. Die ökumenische Dimension des benediktinischen Mönchtums lotet die Ostertagung der Salzburger Äbtekonferenz am 11. April aus. Referieren werden auch der ehemalige Präsident des Lutherischen Weltbundes, Landesbischof a.D. Christian Krause (Braunschweig) und Pater Augustinus Sander (Maria Laach), der früher evangelischer Pfarrer war. Eine ökumenische Vesper findet am 12. April in der Basilika St. Ulrich und Afra statt.

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Während der Ulrichswoche gestaltet das Gymnasium bei St. Stephan am 6. Juli den Themenabend „HeldenSpiegelBilder“ über Benedikt und den antiken Heroen Herkules, als Brunnenfigur ein markanter Punkt des Wallfahrtsweges zwischen beiden Benediktinerabteien. In Klöstern und Kirchen spielt sich die Lange Kulturnacht am 16. Juni ab. Der Überlieferung nach hatte Bischof Brun im Jahre 1012 Benediktinermönche aus Tegernsee nach Augsburg geholt. Ihre Abtei an den Gräbern der Bistumspatrone wurde 1803 aufgehoben. 1835 rief König Ludwig I. im leer stehenden Damenstift St. Stephan erneut ein Benediktinerkloster ins Leben. Der Konvent zählt heute laut Abt Theodor 13 Mitbrüder im Alter von 32 bis 86 Jahren. Das Kloster bildet einen gefragten spirituellen Kraftort für viele suchende Menschen.

www.abtei-st-stephan.de

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Ein Artikel von
Alois Knoller

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