Die Fachschaft Historische Wissenschaften der Uni Augsburg macht sich für die Modernisierung des Stadtarchivs stark. Studierende und Dozenten haben eine Unterschriftenliste aufgelegt und wollen mit einer breit angelegten Aufklärung ihren Beitrag zur Rettung der Einrichtung leisten.
Das Stadtarchiv Augsburg sei zweifelsohne eines der bedeutendsten dieser Art im deutschsprachigen Raum, begründet durch die dokumentierte Geschichte, argumentieren die Historiker. Dadurch ist es für die wissenschaftliche Forschung (Geschichte, Theologie, Rechtsgeschichte, Germanistik unter anderem) von höchstem Interesse, natürlich auch für Studentinnen und Studenten der Universität Augsburg.
Bestand unerschlossen, Betreuung unterbesetzt
Dennoch sei das Archiv in einem destruierenden Zustand. Das Gebäude werde den Ansprüchen nicht gerecht, ein großer Bestand der Archivalien sei unerschlossen und Verwaltung sowie Betreuung seien unterbesetzt.
Der Schädlingsbefall (durch Brotkäfer) im Sommer 2009 machte die Benutzung eines großen und wichtigen Teils der Archivalien unmöglich.
Zurzeit ist das Archiv der wissenschaftlichen Forschung verschlossen. Gefährdet seien studentisches, universitäres und internationales Arbeiten und Interesse am Bestand. Eine Katastrophe wie in Köln steht vielleicht noch nicht an, doch der Bestand und die Nutzung sind stark gefährdet.
Die Fachschaft historische Wissenschaften der Universität Augsburg fordert einen Umzug des Archivs, adäquate finanzielle Unterstützung und eine schnellstmögliche Zugänglichkeit der Archivalien bis spätestens September des kommenden Jahres. (eva)
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